Venezuela: Äusserlich verändert sich einiges, seit Präsident Maduro nicht mehr regiert. Doch für viele im Land bleibt alles beim Alten: Sie leiden weiterhin Mangel und Hunger.
Das Jahr 2026 begann mit einem Knall: US-amerikanische Spezialeinheiten entführten den venezolanischen Präsidenten und stellten ihn in den USA vor ein Gericht. Er hatte zuvor seit 2013 regiert und unter anderem versucht, das Parlament abzuschaffen. Unter seiner Führung hatte sich das Land immer mehr zur Diktatur entwickelt. Gepaart mit dem Kollaps der Wirtschaft führte das zur weltgrössten Flüchtlingskrise: Ein Viertel der Bevölkerung verliess das Land, die meisten gingen nach Kolumbien.
Die Zurückgebliebenen gehören zu den Schwächeren der Gesellschaft: Alleinstehende, Seniorinnen und Senioren, Randständige. Lokale Partner der HMK helfen diesen Menschen seit einigen Jahren, wieder eine Perspektive zu gewinnen: Sie verteilen Lebensmittel, bieten Seelsorge an und helfen bei der Gründung kleiner Start-ups.
Seit Januar 2026 sind die Lebensmittelverteilungen noch wichtiger geworden. Viele Venezolaner fühlen sich unsicher: Wie geht es in ihrem Land weiter? Michael* koordiniert die Verteilungen und meint: «Diese Lebensmittelpakete sind Samen der Hoffnung! Wer eines erhält, bekommt nicht nur Nahrung für den Körper, sondern wird auch umarmt von einem versorgenden Gott und einer Gemeinschaft, die an seiner Seite steht.»
Alicia ist eine von vielen, die auf die Hilfe angewiesen sind. Ihre Pension reicht nirgends hin. Darum bewacht sie trotz ihres hohen Alters nachts parkierte Autos. Aber selbst das deckt den Tisch nicht. Als sie einen Sack voller Lebensmittel bekommt, ist sie Tränen der Dankbarkeit nahe.
Auch Michael bedankt sich herzlich für die Hilfe aus der Schweiz: «Diese Versorgung bringt nicht nur Nahrung für den Körper. Sie ist der Beweis, dass wir nicht vergessen sind.»
Gott allein weiss, wie es in Venezuela weitergehen wird. Gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern sind wir Gott dankbar, dass es anfangs Jahr nicht zu einer Eskalation mit bewaffneter Gewalt kam: Gott hat die Gebete erhört! Im Kampf um Rohstoffe könnten sich aber weiterhin verschiedene Kräfte einmischen. Die Evangelische Allianz ruft die Gemeinden dazu auf, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren: das Evangelium mit Händen und Füssen zu verkünden – ohne sich politisch instrumentalisieren zu lassen, sondern auf Christus fokussiert zu bleiben. Die christlichen Gemeinden tun das weise und tatkräftig, auch wenn die Situation hoffnungslos scheint.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Für 20 Franken schenken Sie ein Lebensmittelpaket mit Reis, Mehl, Öl und Milchpulver. Mit 200 Franken helfen Sie einer Frau in finanzieller Not mit einem kleinen Start-up. Sie kann Arepas (Maistaschen) zubereiten und verkaufen.
* Name von der Redaktion geändert, KI-Bild




