Venezuela: «Wo sollen meine Kinder heute Nacht schlafen?» Alejandra schaut auf die Trümmer ihres Zuhauses. «Wir hatten schon vorher alles verloren. Jetzt ist auch die Wohnung unbewohnbar.» Dort, wo gestern noch ihr Bett stand, liegt heute Beton. Alejandra und ihre Familie schlafen vorübergehend in Zelten auf öffentlichen Plätzen, während Regen den Boden aufweicht. Die Kinder schlafen kaum.
So wie Alejandras Familie geht es 70‚000 Familien in Venezuela nach dem Erdbeben. Krankheiten breiten sich aus – vor allem dort, wo viele Menschen gestorben sind. Stromausfälle machen Rettungsaktionen schwierig. Dennoch geschieht Erstaunliches: Freiwillige organisieren sich. In Gemeinden wird Suppe und Kaffee gekocht. «Si falta gobierno, sobra el pueblo», sagen die Betroffenen – zu Deutsch: Wenn staatliche Strukturen versagen, tragen die Menschen einander.
Unsere lokalen Partner sind vor Ort. Sie bringen Wasser, verteilen Lebensmittel, versorgen Verletzte, hören zu. Pastor Miguel* erzählt: «Unsere Kirche wurde zerstört. Aber wir leben.» Er und seine Gemeinde singen am Sonntag Worship-Lieder unter freiem Himmel. Sie vertrauen darauf, dass Gott sie nicht verlassen hat.
Bald beginnt die nächste, lange Phase für Alejandra: Trümmer wegräumen, Haus sichern, wieder ein Leben aufbauen.
Ihre Unterstützung zählt – jetzt und in den nächsten Monaten! Wir helfen seit vielen Jahren in Venezuela. Unsere einheimischen Partner sind krisenerprobt und vertrauenswürdig. Mit Ihrer Spende stärken Sie Menschen, die trotz Unterdrückung, Hunger und Zerstörung nicht aufgeben. So schöpfen sie Kraft, um ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.
Wenn Alejandra fast zerbricht, tragen wir sie gemeinsam. Schritt für Schritt.
*Namen geändert, Symbolfoto.




