Naher Osten: Rascha* lebt als Teil der christlichen Minderheit in einem muslimischen Land im Nahen Osten. Sie berichtet, wie sie und ihr Team im Ramadan von Jesus erzählen:
Fastest du als Christin im Ramadan?
Ich faste nicht wie die Muslime. Ich esse, wann immer ich es möchte. Natürlich nicht vor den Muslimen, um ihre Tradition zu respektieren, aber im Versteckten. Aber einige Christen fasten in meinem Land mit den Muslimen, um Jesus zu bitten, sich im Ramadan allen zu offenbaren.
Wie machen es Ex-Muslime, die jetzt an Jesus glauben?
Ich betreue auch viele neue Jesus-Nachfolger, die weiterhin in ihren muslimischen Familien leben. Ich mag den Ramadan nicht so sehr, weil in dieser Zeit alles so reglementiert ist. Wir sind nicht sehr mobil, denn alle bleiben in ihren Wohnungen. Wir können uns nicht mit neuen Gläubigen treffen. Oft wissen ihre Eltern, Ehepartner und Kinder nicht, dass sie nun an Jesus glauben. Deshalb feiern sie auch weiterhin den Ramadan mit. Ich ermutige diese Menschen, bewusst zu fasten und dafür zu beten, dass Jesus sich zeigt und ihr Umfeld verändert in diesem speziellen Monat.
Wie bringt ihr als Team Muslime im Ramadan mit Jesus in Berührung?
Wir versuchen in diesem Monat bewusst, Menschen auf der Strasse Liebe zu zeigen. Wir haben ein Geschäft eröffnet, das auf einem kleinen Marktplatz liegt. Um uns herum sind viele Restaurants. Im Ramadan sind die Tische auf dem Markplatz frühmorgens und abends besetzt, wenn ganze Familien zusammenkommen und hier das Fasten brechen. Auch vor unserem Geschäft stehen dann viele Tische. Wir lassen den Jesus-Film laut laufen. Es ist immer interessant zu beobachten, wie sich die Muslime verhalten: Zunächst setzen sie sich mit dem Rücken zum Bildschirm. Mit der Zeit drehen sie sich um und schauen interessiert auf den Fernseher. Die Restaurant-Betreiber schätzen den Film. Sie sagen, die Kundschaft verhält sich damit ruhiger und macht ihnen weniger Probleme.
Habt ihr schon erlebt, dass Gott im Ramadan zu Muslimen spricht?
Ja, und wir beten auch explizit dafür. Eines Tages kam ein Mann zu uns und fragte uns über Jesus aus. Wir hatten ihn schon oft gesehen. Er trieb sich auf der Strasse herum und wirkte so, als hätte er seinen Verstand verloren. Dann verschwand er für eine Woche. Als er uns dann wieder aufsuchte, sagte er: «Ich war in der Moschee und habe Jesus Christus in der Moschee gesehen!» Er erzählte uns, wie er im Ramadan in die Moschee ging, um zu beten. In dem Moment sah er eine Vision von Jesus und spürte, wie ein Geist in ihm losliess. Er spürte, wie etwas aus seinem Finger herauskam und sah einen Tropfen Blut. Mitten in der vollen Moschee schrie er zwischen allen Muslimen: «Ich habe Jesus gesehen!» Von diesem Moment an war er wieder klar im Kopf.
Gebet:
- Bete für die Untergrundchristen für Weisheit, wie sie die Liebe Jesu gerade während des Ramadans weitergeben können.
- Bete für die Muslime in deiner Nachbarschaft. In der Zeit des Ramadans strecken sie sich nach Gott aus. Bete, dass Jesus sich ihnen in Träumen und Visionen offenbart.
Danke, Gott, dass du ein Gott bist, der sich offenbart. Siehe Römer 1,19ff
*Symbolbild, Name von der Redaktion geändert




