Die aktuelle Situation für afghanische Flüchtlinge in Pakistan spitzt sich dramatisch zu. Zahlreiche Afghanen und Afghaninnen, die in den letzten Jahren vor Krieg, Verfolgung und vor den Taliban über die Grenze nach Pakistan geflohen sind, leben dort ohne offiziellen Aufenthaltsstatus – denn ein normales Visum kostet sehr viel Geld. Nun hat die pakistanische Regierung endgültig entschieden, diese illegalen Flüchtlinge konsequent nach Afghanistan zurückzuführen.
Für viele bedeutet diese Abschiebung eine Rückkehr in Armut, Unsicherheit und Unterdrückung. Doch für bestimmte Gruppen ist die Lage noch weitaus ernster: Für afghanische Christen kann eine Rückführung einem Todesurteil gleichkommen, ebenso wie für ehemalige Regierungsangestellte.
Einige Afghanen haben in Pakistan erstmals von Jesus Christus gehört und begonnen, ihren Glauben in relativer Freiheit zu leben. Andere waren bereits in Afghanistan als Christen bekannt und mussten deshalb fliehen. Doch genau diese Identität wird ihnen nun zum Verhängnis.
Berichten zufolge wird an der Grenze gezielt überprüft, wer vom Islam zum christlichen Glauben übergetreten ist. Auch in Pakistan setzen die Taliban Spione ein, um möglichst viele Informationen über die Flüchtlinge zu sammeln. Für die Taliban gelten konvertierte Christen als Verräter. Sie sind massiver Verfolgung ausgesetzt, werden gefoltert und in vielen Fällen direkt getötet. Moderne Überwachungstechnologien und systematische Kontrollen verschärfen die Situation zusätzlich. Für viele bedeutet die Abschiebung daher nicht nur Unsicherheit – sondern den sicheren Tod.
Unsere Partner vor Ort in Pakistan schlagen Alarm und rufen dringend zur Unterstützung auf. Gleichzeitig gibt es auch Zeichen der Hoffnung: Mutige Christen in Pakistan setzen sich für die Geflüchteten ein, bieten ihnen Schutz und helfen ihnen, wo immer es möglich ist.
Als HMK Schweiz möchten wir auf dieses grosse Unrecht aufmerksam machen. Öffentlichkeit kann helfen, Druck aufzubauen und Veränderungen anzustossen.
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns hinzuschauen und nicht wegzusehen.
Wie Sie helfen können:
- Teilen Sie diese Informationen, um Aufmerksamkeit zu schaffen
- Beten Sie für die betroffenen Afghanen – für Schutz, Bewahrung und Hoffnung
- Beten Sie auch für die Helfenden vor Ort – für Mut, Kraft und Gottes Führung
Gerade in Zeiten wie diesen ist es entscheidend, dass wir als globale Gemeinschaft zusammenstehen und denjenigen eine Stimme geben, die selbst keine haben.




