Schweiz: Am 1. Mai 2026 war es wieder so weit – am sommerlichen Freitagabend fand die jährliche Mitgliederversammlung statt. 16 stimmberichtigte Mitglieder versammelten sich in den Räumlichkeiten der HMK mit Aussicht auf das Stockhorn.
Viele der Mitglieder sehen sich nur einmal pro Jahr. So gab es bei Snacks und Getränken zunächst viel zu diskutieren. Dann sprach Präsident Thomas Dänzer das Grusswort. Anhand der Geschichte einer inhaftieren Christin im Iran erinnerte er uns daran, warum wir unsere Arbeit machen. Darauf folgten Informationen aus Vorstand und Geschäftsleitung: Was letztes Jahr lief und Ziele fürs nächste Jahr.
Beispielsweise möchten wir mehr Anlässe in der Schweiz und Einsätze ins Ausland durchführen. 2025 waren wir an 91 Gottesdiensten und Anlässen präsent und boten drei Auslandseinsätze an. 2026 sind mindestens 100 Anlässe und fünf Einsatzmöglichkeiten das Ziel.
Finanziell zeigte sich nach zwei schwierigen Jahren endlich wieder ein positiver Trend. Im Jahr 2025 erhielt die HMK etwa 10 Prozent mehr Spenden als 2024. Die Effizienz der HMK blieb hoch: Über 90 Prozent der Spenden landeten direkt bei den Projekten im Feld.
Nach einer kurzen Kaffeepause gab ein Projektleiter der HMK Einblicke in ein Krisenland im Nahen Osten. Nach über 15 Jahren Krieg lebt der Grossteil der Bevölkerung in Armut oder in Flüchtlingslagern. Minderheiten werden systematisch unterdrückt. Auch Christen sind betroffen. Viele wandern aus – doch einige bleiben. Sie sagen: «Wir hätten die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen. Aber hier können wir den Menschen helfen.» Sie verteilen in den Flüchtlingslagern Lebensmittel und fahren Kranke ins Spital. Weil diese Hilfe viele Menschen berührt, bilden sich neue Bibelgruppen. Die Kirche wächst unter Verfolgung – und wir dürfen ein Teil davon sein.
Die Mitglieder verlassen mit vielen Eindrücken die Versammlung. Hier einige Rückmeldungen von ihnen:
Vanja: «Ich finde es gut, dass darauf geschaut wird, dass das Geld zu einem grossen Teil bei den Projektverantwortlichen respektive den Projektausführenden ankommt. Ebenfalls finde ich es gut, wie die Qualität der Arbeit überprüft wird, sodass das Geld zielführend eingesetzt wird und wirklich den Betroffenen und den verfolgten Christen hilft. So wird Gottes Werk umgesetzt.»
Helene: «Ich finde es ganz gut, dass die HMK sich für die verfolgten Christen einsetzt, aber auch für die humanitären Aufgaben wie die Verteilung von Lebensmitteln oder Medikamenten. Und ich finde gut bei der HMK, dass so viele der Mittel vor Ort ankommen. Sie braucht sehr wenig Geld für Büro und administrativen Aufwand. Im Klartext sind das 92 Prozent, die direkt vor Ort gebraucht werden. Und ich finde auch die geistliche Gesinnung ganz gut: dass Jesus im Zentrum steht und dass nach diesem Grundsatz gelebt wird.»
Frank*: «Die HMK erfüllt eine ganz wichtige Funktion, um die verfolgten Christen zu unterstützen, vor allem in den muslimischen Staaten und überall, wo sie in Bedrängnis sind. Daneben begrüsse ich natürlich auch den Brunnenbau und die Nahrungsmittellieferungen, zum Beispiel in Ostafrika, um den Ärmsten zu helfen. Ich finde es absolut wichtig und notwendig, dass wir das als Christen tun.»
Simone: «Ich bin eigentlich schon mit der HMK aufgewachsen. Meine Mutter war sehr begeistert davon und hat mich immer wieder mitgenommen. In jungen Jahren habe ich sogar während zwei Jahren hier Freiwilligenarbeit gemacht, jeweils einen Tag in der Woche. Ich lernte dadurch Linus Pfister (den heutigen Geschäftsführer) gut kennen. Seither bin ich als Mitglied dabei, weil es mir immer noch wichtig ist. Besonders spricht mich an, dass die HMK sich um die verfolgte Kirche kümmert. Diese Menschen brauchen die Gewissheit, dass noch andere an sie denken und dass sie nicht ganz allein sind. Aber auch wichtig sind die sozialen Aktivitäten und die Unterstützung von Menschen in all den anderen Nöten, die vorhanden sind.»
Hansueli: «Mir gefällt an der HMK, dass sie auf einem christlichen Grund aufgebaut ist, dass sie Menschen hilft, die in Not sind, dass sie allen Leuten hilft und nicht nur unseren Brüdern und Schwestern, dass sie eine klare Strategie hat und dass sie weltoffen ist.»
* Name von der Redaktion geändert




