Gedanken von Etienne Josi.
«Siehe, ich mache alles neu» (Offenbarung 21,5)
Es ist früh am Morgen. Ich erwache im 6er-Zimmer einer Skihütte. Die Luft ist stickig und es riecht nach Skisocken und verschwitzer Kleidung. Als ich das Fenster öffne, strömt herrlich frische Luft in den Raum – was für eine Wohltat!
Das neue, vor uns liegende Jahr präsentiert sich vielleicht ähnlich verheissungsvoll wie dieses Fenster in der Skihütte. In unserer Lebens-Skihütte lassen Müdigkeit, Enttäuschungen (über sich selbst oder über andere) oder Verletzungen die Luft etwas abgestanden riechen und erinnern unangenehm an Vergangenes.
Und genau hier spricht Gott sein kraftvolles Wort: Siehe, ich mache alles neu.
Nicht erst im Himmel, sondern jetzt schon. Und damit meint er weniger das Um-Dich-Rum, sondern vielmehr das In-Dir-Drin! Er schenkt echte Erneuerung, die nicht rein äusserlich, sondern inwendig, nachhaltig und ganzheitlich ist. Wo Hoffnung klein geworden ist, macht er sie neu. Wo Herzen verletzt sind, will er heilen. Wo Lasten drücken, schenkt er Leichtigkeit und wo wir feststecken, öffnet er neue Wege.
Um Neues zu machen, muss ich aber Altes loslassen. So ist diese Verheissung von Jesus auch eine Einladung, Dinge loszulassen, welche das Wirken Jesu in unserem Leben behindern und blockieren. Das braucht oft ganz viel Mut. Neues muss zudem nicht laut oder spektakulär sein. Manchmal beginnt es ganz leise, sei es mit einem Gebet, einem neuen Gedanken oder einem kleinen Vertrauensschritt.
Mir gefällt besonders, dass es nicht heisst «Mach mal was!» – sondern Gott selbst ist der Handelnde. Entgegen all den Neujahrsvorsätzen, welche ja meist am 2. Januar schon an meiner mangelnden Disziplin scheitern, geht es nicht darum, was ich nun leisten muss, sondern dass ich ihm vertrauensvoll Raum gebe, um etwas in mir tun zu können.
«Siehe, ich mache alles neu» – das meint nicht, dass ich jetzt mein Leben umkremple mit viel Elan. Sondern eben ihm, dem lebendigen Gott und Schöpfer allen Lebens, Raum gebe in mir. So möchte ich die Fenster meines Lebens weit öffnen, damit sein Geist mit frischem Wind in mein Leben hineinwirken kann.
Zu Gottes Verheissung «Ich mache alles neu» antworte ich: Amen! Bitte, Vater im Himmel, komm und hauch deinen Geist immer neu in mein, manchmal so abgestandenes Leben und mache neu.
Die HMK Schweiz arbeitet in 60 Ländern mit christlichen Leitern zusammen, die in ihrem Umfeld Jesus bekannt machen und Menschen darin schulen, wie sie Gott nachfolgen können.
Wir wünschen Ihnen ein gutes Jahr 2026 mit Gottes Verheissung: «Siehe, ich mache alles neu!»




