Kasachstan: Esther* ist Uighurin und lebt in Kasachstan. Sie betet lange und viel für die Uighuren, eine unterdrückte Volksgruppe im Westen Chinas. Esther erlebt immer wieder Gottes direktes Reden und sein Eingreifen. Wir fragen sie, wie sie das macht:
Esther, wie genau betest und fastest du?
Jeden Morgen stehe ich früh auf. Ich sitze oft einfach ganz ruhig und bitte den Heiligen Geist zu kommen. Dann lese ich in der Bibel. Ich mag es ausserdem, Lobpreismusik anzustellen oder Gottes Verheissungen laut auszusprechen. Ich habe ein Tagebuch, in das ich jeden Tag etwas hineinschreibe, was ich über Gott gelernt habe oder was er mich gelehrt hat.
Was bedeutet für dich Gebet und Fasten?
Gebet ist für mich ein Gespräch mit Gott. Wenn ich dabei faste, kann ich mich besser darauf konzentrieren. Wir können dann besser denken, weil wir nichts verdauen. Manchmal verzichte ich dabei auf Essen, manchmal tue ich es wie Daniel in der Bibel und esse kein Fleisch, dafür viel Gemüse.
Warum ist das so wichtig in deinem Leben?
Wenn ein junges Paar frisch zusammengekommen ist, dann will es so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen. Sie schauen gar nicht auf die Uhr. Ich bin in Gott verliebt. Ich möchte ihn besser kennenlernen. Niemand zwingt mich zum Gebet.
Wofür betest du regelmässig?
Ich bete und faste für das Volk der Uighuren, dass ganz schwer unter Verfolgung leidet. Es erinnert mich an die Geschichte von Esther aus der Bibel: Der grausame Haman tut sein Bestes, das jüdische Volk auszurotten. Doch er kann es nicht tun, weil Esther betete und fastete. Gott hat mir versprochen: «Wenn du betest und fastest, arbeite ich.»
Gebet:
- Bete für das uighurische Volk, dass Jesus Christus sich ihnen offenbart und sie in ihm Freiheit, Liebe und Anerkennung finden dürfen. Dies wird ihnen von den weltlichen Herrschern verwehrt, aber Gott liebt das uighurische Volk.
- Bete für die Christen unter den Uighuren, es gibt nur wenige, aber sie sind ein Licht für ihr Volk.
«Danke, dass du ein Gott bist, der mich liebt, nicht aufgrund meiner Leistungen, sondern weil ich dein Kind bin.» (Siehe 1. Johannes 3,1)




