Schweiz: Samstagabend in Thun, Menschen stehen am Strassenrand und klatschen für Männer und Frauen, die keuchend durch die Stadt rennen. Auffallend viele Läufer tragen ein rotes Shirt. Dahinter steckt eine Geschichte, die bis nach Kenia reicht.
Über 50 Läufer und Läuferinnen sammelten Spenden für verfolgte Christen in Kenia. Christen aus muslimischen Familien verlieren oft alles: Sie landen auf der Strasse und haben kein Einkommen. Mit Hilfe der Spenden aus der Schweiz lernen sie nähen, züchten Ziegen oder starten ein Geschäft.
Jasira* wurde von ihrem Mann aus dem Haus geworfen, weil sie sich einer christlichen Gruppe angeschlossen hatte. Durch Spenden konnte die alleinerziehende Mutter eine Kühltasche kaufen. Darin kühlt sie nun die Säfte und den Kuchen, den sie heute auf dem Markt verkauft. Heute ist Jasira finanziell unabhängig und kann für sich und ihre Kinder sorgen! Jasira sieht diese Spende als Geschenk von Gott, ihrem versorgenden Vater.
Insgesamt sind über 40 000 Franken zusammengekommen. Etienne Josi, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der HMK, sagt: «Die hohe Anteilnahme berührt mich. Zu sehen, wie Schweizer die Augen und Ohren nicht verschliessen vor der Not der Menschen in Kenia, und ihnen zeigen: Wir haben euch nicht vergessen. Sie geben ihr Bestes, laden Sponsoren ein, laufen die Kilometer… all das hat mich sehr berührt.»
Auch verfolgte Christen in Kenia haben davon mitbekommen. Godfrey, ein Mentor von verfolgten Christen, sagt: «Das ist für die verfolgten Christen sehr ermutigend, dass ihr für sie lauft!»
Ein Lauf, ein T-Shirt, eine grosse Wirkung: Weil viele Schweizer mit rotem Shirt am Stadtlauf Thun und an anderen Läufen rannten, können Christen in Kenia wie Jasira auf eigenen Beinen stehen.
* Name geändert.




