«Dieser Taxifahrer spinnt!»

Marokko: Jibril* ist ein Imam, der den Koran 20 Jahre lang intensiv studiert hat. Er ist auch ein begabter Musiker und produziert eigene muslimische Lieder. Doch innerlich entfernt er sich immer mehr von seinem Glauben. Schliesslich gibt er seinen Job als Imam auf und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Ein Freund lädt ihn ein, um in einem christlichen Ton- und Filmstudio mitzuhelfen.

Zunächst geht Jibril widerwillig mit. Beide Seiten sind skeptisch. Er sagt: «Was machen diese Christen hier?» Die Mitarbeitenden sagten: «Was macht dieser Imam hier?» Trotzdem kommt Jibril immer wieder und hilft bei verschiedenen Aufgaben. Er entwickelt gute Beziehungen zu den anderen Mitarbeitenden. Stück für Stück öffnet sich sein Herz, bis er sich schliesslich für Jesus entscheidet.

Heute benutzt Jibril seine Talente, um christliche Worship-Lieder in der lokalen Berber-Sprache aufzunehmen. Daneben erzählt er vielen Muslimen vom Schatz, den er gefunden hat. Das führt dazu, dass er sich regelmässig mit neuen Jesus-Nachfolgern trifft, die durch ihn zum Glauben gekommen sind. Das Problem ist, dass er durch diese Dienste noch kein Einkommen hat. Hier hilft Ihre Spende aus der Schweiz: Er kann einen kleinen Taxi-Service gründen, der ihm ein stabiles Einkommen sichert. Nun benutzt er diesen Taxi-Service, um vielen die Gute Nachricht zu erzählen.

Einer davon ist Driss*. Der Lastwagenfahrer hat gerade fünf Jahre Gefängnis hinter sich, weil er mit Cannabis gehandelt hat. Im Gefängnis wollte sich Driss mehrmals das Leben nehmen, aber zum Glück misslangen ihm alle Versuche. Seit seiner Freilassung findet er nur Gelegenheitsjobs, da ihn niemand einstellen will.

Als er in Jibrils Taxi einsteigt, kommen sie ins Gespräch. Jibril erzählt von seinem Glauben und schildert seine Lebensgeschichte. Driss denkt: «Dieser Taxifahrer spinnt und erzählt nur Unsinn!» Aber irgendetwas macht ihn neugierig. Er nimmt trotzdem eine Bibel entgegen und speichert Jibrils Nummer. Zuhause beginnt er, in der Bibel zu lesen. Jibrils Lebensgeschichte lässt ihn nicht mehr los. Er wählt auf dem Handy seine Nummer. Danach treffen sich die beiden regelmässig, Driss stellt Fragen und Jibril beantwortet sie. Nach einer Weile entscheidet sich Driss, dass auch er diesem Jesus folgen will, und lässt sich taufen.

Seit einigen Jahren findet ein Wandel in diesem Land statt, das offiziell zu über 99 Prozent muslimisch ist. Viele Marokkaner bekennen öffentlich, dass sie nicht mehr dem Islam folgen. Auch die lokalen Christen sagen zunehmend: «Jetzt ist der Moment! Wir müssen uns nicht mehr mit der Situation zufriedengeben, sondern aufstehen. Es ist nun allen klar, dass es nicht nur Muslime in unserem Land gibt. Auch wir müssen sagen, dass wir hier sind.»

Mit 200 Franken ermöglichen Sie einem Leiter oder einer Leiterin, eine Person in einem abgelegenen Gebiet zu besuchen, die am Glauben interessiert ist. Mit 2000 Franken finanzieren Sie ein Start-up, das diskriminierten Christen ein Einkommen ermöglicht. Herzlichen Dank!

* Namen von der Redaktion geändert, Symbolbild

News, die bewegen

Erhalten Sie regelmässig Informationen über die Arbeit in unseren Projektländern.

Wählen Sie, über welche Kanäle Sie Informationen erhalten wollen:

* Pflichtfeld