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IZA - Entwicklungszusammenarbeit

  • Wir streben eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit an.
  • Ganzheitlich geleistete Hilfe soll eine massgebliche Verbesserung der Lebenssituation der unterstützten Menschen erreichen.
  • Ziel ist, mittels Entwicklungszusammenarbeit die lokale Zivilgesellschaft langfristig zu stärken.

Unsere Tätigkeitsbereiche in der Entwicklungszusammenarbeit

Grundversorgung

  • Materiell arme und notleidende Menschen, die in Armutsgebieten wohnen oder aufgrund von Katastrophen ihre Existenz verloren haben, erhalten eine neue Zukunftsperspektive. Die Aktivitäten zielen darauf ab, Menschen in Not die Grundversorgung (Nahrungsmittel, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung) zugänglich zu machen. Gerade in Krisenländern sehen Menschen in Not oft keine andere Lösung als negative Bewältigungsstrategien wie z.B. der Verkauf von möglichen Einkommensquellen (Land, Geschäft), Verzicht auf Schule für ihre Kinder, Betteln, Kinderarbeit, usw. Die Grundversorgung hilft Begünstigten neue und nachhaltig positive Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
  • Beispiel: Zurzeit stellt die HMK durch lokale Partner die Grundversorgung von mehr als 40'000 Binnenflüchtlingen in Syrien, Irak und Jemen zur Verfügung

Bildung

  • Kinder und Jugendliche in Krisengebieten haben vielfach keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und Ausbildung. Die Schulen sind häufig in schlechtem Zustand (beschädigt durch Kriegshandlungen), unsicher und unzureichend ausgestattet, und der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften und fehlende Finanzen diese zu bezahlen verunmöglicht es, eine grosse Anzahl von Schulkindern oder Jugendlichen zu versorgen.
  • Unsere Aktivitäten in Krisengebieten wie Nordafrika und Naher Osten zielen darauf ab, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu ermöglichen und Erwachsene mit Lebensunterhaltungsprojekten zu befähigen. Sie erhalten so ein neues Gefühl von Wert und Hoffnung für ihre eigene Zukunft und die Zukunft ihrer Familien und werden befähigt, ihren Platz in ihrer Gesellschaft wahrzunehmen.

Wiederaufbau

  • Die Instandsetzung und den Wiederaufbau von essenziellen, kommunalen Infrastrukturen in Krisengebieten ermöglicht Menschen in ihren Dörfern zu bleiben (Migration entgegenwirken) oder zurückzukehren.
  • Beispiel: Im Irak wurde durch die Instandsetzung und den Wiederaufbau der essenziellen, kommunalen Infrastruktur mehr als 10'000 Personen die Rückkehr in ihre vier angestammten Heimatdörfer in der Ninive-Ebene ermöglicht.

Information und Sensibilisierung

  • Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre grundlegenden Rechte wie die Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit ungehindert zu praktizieren, egal in welchem Land sie leben. Doch in zahlreichen Ländern werden ethnische oder religiöse Minderheiten auf verschiedenste Art und Weise oftmals daran gehindert. Viele von ihnen verlieren ihre ganze Existenz, müssen fliehen und stehen vor dem Nichts. Deshalb müssen Menschenrechte für ein friedliches und faires Zusammenleben immer wieder neu verteidigt und von den entsprechenden Regierungen eingefordert werden.
  • Durch Aufklärungsarbeit in Form von Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit Netzwerken und unseren Publikationen setzen wir uns dafür ein, dass Menschenrechte nicht mit Füssen getreten werden und weisen darauf hin, wie den Betroffenen geholfen werden kann.

Was uns wichtig ist in der Entwicklungszusammenarbeit

  • Unparteilichkeit: Humanitäre Hilfe erfolgt auf der Basis von Bedürfnis und unter Berücksichtigung der Dringlichkeit, ohne jegliche Diskriminierung infolge von Gender, Alter, Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Nationalität, Behinderung, politischer, religiöser, kultureller oder organisationaler Zugehörigkeit. Minderheiten sind für uns von grosser Bedeutung und wir engagieren uns gezielt da, wo sie benachteiligt werden.
  • Lokal engagiert – mit einheimischen Partnern: Für die Implementierung der Projekte im Rahmen der humanitären Hilfe müssen verlässliche, lokale Partner gefunden werden. Die Projektpartner müssen klare Kriterien erfüllen, um sicher zu stellen, dass die Projekte zuverlässig, glaubwürdig, wirksam und im Sinne der Spendenden und der HMK durchgeführt werden können. Um die Vertrauenswürdigkeit der lokalen Projektpartner garantieren zu können, werden die Partner nach Möglichkeit aus einem bestehenden Beziehungsnetz rekrutiert.
  • Partizipation der Begünstigten: Die begünstigten Menschen werden als integraler Bestandteil der Zusammenarbeit in jedem Schritt der Umsetzung involviert. Damit soll die grösstmögliche "lokale Ownership" gewährleistet werden. Die Hilfe erfüllt die anerkannten Standards wie z.B. RCCC, Sphere, etc. bezüglich des Wohlergehens der begünstigten Menschen. Den Begünstigten oder deren Vertretern wird nach einem bekannt gegebenen Verfahren ermöglicht, Beschwerden einzureichen.
  • Nachhaltigkeit: In der Planung unserer Projekte (Strategie, Umsetzung, Monitoring und Überprüfungsmechanismen, sowie in der Kommunikation der Ergebnisse) als auch im Umgang mit Menschen im Alltag und unseren Ressourcen streben wir langfristige Verbesserung an.
  • Lernkultur: Unsere Tätigkeiten basieren auf einem disziplinierten und auf Erfahrung basierten Umgang mit Risiken, um einen ordnungsgemässen Ablauf unserer Projekte sicherzustellen. Mittels Monitoring und Evaluation lernen wir laufend, um die Qualität zu halten und zu verbessern.
  • Global vernetzt – Gemeinsam unterwegs: Wir arbeiten lokal, national und international mit Partnerorganisationen zusammen. Kooperationsprozesse sind dabei immer Interaktionsprozesse, d.h. sie geschehen in Beziehung zueinander. Eine gute Kooperation mit unseren Partnern gilt als Voraussetzung, um unsere Hilfeleistung laufend zu verbessern.