Horn von Afrika – Nothilfe und Langzeitintervention
Die anhaltende Dürre am Horn von Afrika verursacht grosses Elend. Besonders betroffen sind Somalia, Südäthiopien und Nordostkenia. Binnenflüchtlinge scharen sich in Somalia in notdürftig aufgebauten Camps zusammen. Viele von ihnen haben ihr Hab und Gut infolge des Bürgerkriegs verloren. Dazu kommen auch viele Nomaden, denen die Tiere wegen Wassermangel verendet sind. Die Hilfe erreicht Betroffene in zwei Phasen.
In der Soforthilfephase wurden in Nordostkenia von August bis Ende November Lebensmittel verteilt. Zu den Begünstigten gehören 500 Familien und 660 Schulkinder. Weitere Empfänger sind Blinde, Lahme, Taube und Witwen, die am Rande ihrer Gesellschaft leben. Mais, Bohnen und Speiseöl sind ein grosses Geschenk und sichern ihr Überleben. Ein sehr positives Echo in der Bevölkerung findet die sorgfältige Auswahl und Berücksichtigung dieser Randgruppen bei der Lebensmittelverteilung.
Die Langzeitintervention konzentriert sich auf Gebiete in Puntland Somalia. Dabei geht es um die Beschaffung und langfristige Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, sanitären Anlagen und der Schulung im Bereich der Hygiene. Unterirdische Reservoirs werden repariert und überdacht. Daraus schöpft die Bevölkerung gespeichertes Regenwasser über Monate hinweg. Handgegrabene Brunnen werden vertieft und mit Trinkrinnen für Schafe und Kamele versehen. Gesundheitszentren erhalten für die Verbesserung der Qualität des Trinkwassers stationäre Sandfilter, Nomaden hingegen mobile, leicht zu transportierende Keramikfilter.







