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Pakistan: Hinter dem Schleier

hmk./September 2017 - Karia* macht oft Besuche im Spital, um mit Kranken zu beten und Freundschaften zu schliessen. Eines Tages sah sie Nanda*, vollständig schwarz verschleiert. Es ist schwierig, an solche Menschen heranzukommen, aber Karia spürte, dass der Heilige Geist sie bewegte, Nanda zu fragen, ob sie im Namen Jesu für sie beten dürfe. Nanda willigte ein und daraufhin fragte Karia sie, warum sie so traurig sei? Sie erfuhr, dass Nandas Mann gestorben war, ihre Kinder in den USA lebten und sie nun allein war. Da nahm Karia sie mit in den christlichen Buchladen im Spital. Nanda freute sich und suchte sich einige Bücher aus. Karia notierte sich Nandas Telefonnummer, gab ihr noch ein paar Bücher und blieb per Telefon in Kontakt mit ihr. Nanda brachte daraufhin noch acht unglückliche Frauen zu Karia, damit sie für sie betete. Auch deren Telefonnummern notierte sich Karia und sie gab ihnen Bücher aus dem Laden. Sie sind alle unglücklich wegen ihrer gesellschaftlichen Zwänge und der fehlenden Freiheit. Bei ihrem dritten Treffen brachte Nanda noch drei weitere Frauen mit, so dass Karia jetzt Kontakt zu 12 muslimischen Frauen hat. Sie hat einige von ihnen zu sich nach Hause zum Essen eingeladen und Nanda eine Bibel gegeben. Diese liest jetzt die Bibel so oft sie kann. Viele der Frauen sind verheiratet, einige verschleiert. Kürzlich hat Nanda den Schleier abgelegt. Sie ist sehr glücklich und besuchte vor kurzem eine christliche Gemeinde.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Symbolbild: Hinter dem Schleier verbergen sich oft Frauen, die unter dem Umfeld leiden, in das sie hineingeboren wurden. ©HMK