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Ostukraine: Päckli erreichen Kriegsgebiet

97‘100 Päckli wurden schweizweit bei der Aktion Weihnachtspäckli 2016 gesammelt. Die Dankbarkeit und Freude waren enorm.


hmk./ März 2017 - Neben dem wertvollen Inhalt brachten die Geschenke Hoffnung zu Tausenden von Empfängern. Hoffnung für Menschen, die unter dem Existenzminimum leben. Für Kranke, Behinderte, Einsame, Witwen und für Menschen am Rande der Gesellschaft haben sie unbezahlbaren Wert. Die Päckli sind Zeichen der praktischen, christlichen Nächstenliebe.


Witwe: „Nun bin ich alleine“
Die HMK war mit einem Päckli-Team im kriegszerrütteten Osten der Ukraine unterwegs. Die Witwe Olia (Foto) erzählte: „Laufend schlugen hier in der Nachbarschaft Geschosse ein. Fenster, Wände und Dächer wurden durch Bombensplitter beschädigt. Dann traf eine Bombe auch unser Haus. Mein Mann wurde schwer verwundet und stand unter Schock.“ Es sei eine sehr schwierige Zeit gewesen. Tag und Nacht seien Bomben gefallen. Der Gesundheitszustand ihres Mannes habe sich rapide verschlechtert. „Die beiden Operationen halfen ihm nicht mehr und er starb. Nun bin ich alleine. Ich habe niemanden, mit dem ich meine Gefühle teilen kann“, schluchzt Olia. „Ich vermisse meinen Mann sehr. Er war wirklich ein guter Ehemann, sehr freundlich und ich liebte ihn so sehr.“

Dankesgrüsse unter Tränen

Olia habe sich dann regelmässig im Keller versteckt. Sie meint: „Wenn Granaten explodieren, ist das sehr laut und erschreckend. Alles bebt. Man weiss nie, wann es aufhört. Sogar heute habe ich Explosionen gehört, zwar weit weg, aber furchterregend. Ich weiss nie, wann eine Rakete bei mir einschlägt.“ Unter Tränen bedankte sich Olia für das Weihnachtspäckli: „Danke für Ihre Hilfe! Ich wünsche Ihnen, dass Gott Sie beschützt und Sie vor Krieg bewahrt.“

Begegnungen im Kriegsgebiet

Die Päckli aus der Schweiz werden in der Ukraine verteilt. Sie gelangen auch zu den Menschen im Kriegsgebiet.

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