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Nordkorea: Neues Zuhause für die Flutopfer

In Sommer 2016 hatten heftige Stürme mit schweren Regenfällen im Nordosten von Nordkorea grosse Schäden verursacht. Als HMK konnten wir durch lokale Partner im Land Hilfe leisten.

hmk./ März 2017 - 600’000 Menschen hatten keinen Zugang zu sauberem Wasser mehr und über 100’000 hatten wegen der Überflutungen ihr Obdach verloren. Tausende von Wohnhäusern sowie öffentliche Gebäude wie Schulen, Sanitätsstellen und Spitäler waren weggespült worden. Menschen waren in den Fluten ertrunken und viele haben ihr Nutzvieh und all ihre persönliche Habe verloren. Eine ältere Frau, mit der wir sprachen, beschrieb, wie sie mitten in der Nacht auf einen Hügel flüchten musste, wobei ihr das Wasser schon bis zur Brust reichte. Der Verlust an Ernte und Gebäuden ist immens. Ein Arzt erzählte, dass er nun von einem Zelt aus arbeiten muss und dass seine Patientenzahl sich vervierfacht habe. Er machte sich Sorgen, ob und wie er seine Patienten durch den kalten Winter bringt.

Wiederaufbau von Gebäuden
Anfang des Jahres 2016 hatte die Regierung landesweit eine 200-tägige Kampagne ausgerufen, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Doch nach der verheerenden Flut setzte die Kampagne den Fokus auf die Hilfe für die Flutopfer im Nordosten. Der Schwerpunkt lag auf dem sofortigen Wiederaufbau von Gebäuden. Der Bedarf an Dächern für die neu gebauten Häuser, Kindergärten, Grundschulen, Sanitätsposten und Spitäler war dringend. Alles Baumaterial war im Land erhältlich mit Ausnahme von Wellblech für die Dächer. Deswegen konzentrierte sich unsere Hilfe auf die Lieferung von Wellblech.

Grosse Dankbarkeit der Betroffenen
Diese Unterstützung wurde sehr geschätzt. Kinder konnten wieder zur Schule gehen und hatten ein solide gebautes Dach über dem Kopf. Wir sind dankbar, dass wir der betroffenen Bevölkerung auf diese Weise helfen konnten. Das war möglich dank Menschen, die uns in diesen Krisenzeiten zur Seite standen. Vielen Dank.

 

 

 

Sojamilch und Nahrungsergänzung

Das Engagement der HMK in Nordkorea dauert an. Mehrere Tausend unterernährte Kinder in Heimen und Tagesstätten erhalten nahrhafte Sojamilch. Die Produktion von 365 Portionen – die Jahresmenge für ein Kind – kostet umgerechnet 20 Franken (18 Euro). Die Lohnkosten der einheimischen Mitarbeiter müssen nicht berücksichtigt werden, da diese vom Staat übernommen werden. Zudem unterstützen wir schwangere und stillende Mütter durch ein Nahrungsergänzungsprogramm. Danke, dass Sie dieses Engagement für die Ärmsten der Armen mittragen.

 

 

Noch harren nach der verheerenden Flutkatastrophe im Nordosten Nordkoreas viele Menschen in Baracken aus.