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Von Menschen verbannt – von Jesus angenommen

November 2018 - Pastor David unterstützt in seiner buddhistisch und kommunistisch geprägten Heimat die Untergrundgemeinden in der Jesus-Nachfolge. Der praktische Ansatz zur Verbreitung des Evangeliums trägt Früchte.

Laos – An der Seite der Untergrundgemeinden

Ich bin Pastor in Laos. Seit 20 Jahren stehe ich in diesem Dienst für den Herrn. Ich arbeite auch mit der Untergrundkirche zusammen. Es passiert viel in den Kirchen in Laos. Wir sind mit ihnen verbunden.

Pastor David vom 28. Okt. bis 11. Nov. 2018 in der Schweiz

hmk. In Laos ist der Geisterkult weit verbreitet. Es gilt, die Geister zu besänftigen und ihnen Opfer darzubringen. Pastor David meint: „Ist jemand krank, muss zum Beispiel ein Schwein getötet oder zwei weisse Hühner geopfert werden; je nach Krankheit und Wohlstand kann das Opfer verschieden sein. Das Resultat ist aber oft dasselbe, nämlich dass viele Familien verarmen.“

Hundert Familien kamen zum Glauben
So ist es auch der Familie eines kranken Mannes ergangen. Eines Tages haben sie keine Tiere mehr gehabt, die sie opfern konnten. Da hörten sie von einem Jesus und dass dieser ‚Jesus-Geist‘ mächtiger sei als die anderen Geister. Der kranke Mann traf einen Pastor, der für den Mann betete. Er wurde gesund und fand zum Glauben an Jesus Christus. Innert weniger Tage kamen durch dieses Zeugnis hundert Familien zum Glauben. Das weckte Unmut bei der kommunistischen Lokalregierung. Sie befürchtete, dass noch mehr Menschen zu Jesus finden würden, und setzte den Mann unter Druck. Doch der meinte: „Niemand konnte mir helfen ausser Jesus. Darüber will ich nicht schweigen.“ Die Behörden drohten ihm, seiner Familie etwas anzutun, wenn er nicht damit aufhöre. Als er eines Abends vom Reisfeld zurück kam, war sein Haus zerstört. Pastor David und sein Team halfen ihm, an einem anderen Ort eine neue Existenz aufzubauen.

Aus Dörfern verbannt
Es komme immer wieder vor, dass Menschen, die frisch im Glauben seien, aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen werden, so Pastor David. Die Dorfvorsteher sagen oftmals: „Unsere Kultur und unser Dorf existiert hier seit langem. Aber diesen Jesus kennen wir nicht. Deshalb seid ihr hier nicht mehr willkommen. Wenn ihr an ihn glauben wollt, müsst ihr unser Dorf verlassen.“ Das bedeute, so Pastor David, dass sie all ihren Besitz verlieren, dass sie kein Wasser vom Dorfbrunnen mehr schöpfen dürfen oder dass die Kinder nicht mehr in die Schule gehen dürfen. Oftmals haben sie nicht einmal mehr genügend zu Essen. David wirkt ernst und meint: „Dieser Druck ist enorm und zeigt leider auch Wirkung. Aber diejenigen, die sich für Jesus entscheiden, wollen wir unterstützen.“

Liebe deinen Nächsten
Das Team um Pastor David hilft Betroffenen, gibt ihnen Nahrungsmittel, versorgt sie mit Kleidung und Medikamenten. Sie vermitteln ihnen Land und helfen ihnen, eine neue Existenz aufzubauen. Das Ziel ist, dass sie sich selbst versorgen können. Pastor David kommt in Fahrt: „Wir zeigen ihnen, wie sie ihre Felder ertragreich bewirtschaften können, bauen mit ihnen Fisch-, Gemüse-, Pflanzen- sowie Tierzucht auf. Wir vermitteln ihnen den Umgang mit Geld, damit sie selbst ihr Familienbudget planen und haushälterisch mit ihren Finanzen umgehen können. Sie sollen merken, dass Gott ihnen viel Potenzial geschenkt hat und wie wertvoll sie in Seinen Augen sind.“

Vorbild sein
Dann kommt David auf die Gemeindegründungen zu sprechen: „Die Gemeinden sollen sich gegenseitig unterstützen und sich im Glauben an Christus ermutigen. Wir führen christliche Leiterschulungen mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten durch: 1. Wiedergeboren in Christus, 2. Geistliches Wachstum in Christus, 3. Dienen in Christus, 4. Leiterschaft in Gottes Reich.“ David zitiert Psalm 86,9: „Alle Völker, die Du gemacht hast, werden kommen und vor Dir anbeten, Herr, und Deinen Namen ehren.“ Das gelte auch für Laos mit all seinen Volksgruppen. „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, damit das geschieht.“

Viele Menschen, die zu Christus finden, seien einfache Leute, führt David aus. Sie hätten keine Kenntnisse über biblische Geschichte oder Theologie, „aber sie haben die Liebe von Jesus Christus in ihrem Leben persönlich erfahren und durften Seine Gnade in Anspruch nehmen. Sie wurden frei von Geisterkult und heil von ihren Krankheiten. Sie tragen die Freude von Jesus in ihren Herzen und die Gewissheit, gerettet zu sein. Diese Frohe Botschaft können die Neugläubigen nicht für sich behalten. Es sprudelt aus ihnen heraus und berührt viele. Menschen kommen zum Glauben, werden getauft und es  entstehen Hauskirchen.“

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Für die Untergrund- gemeinden in Laos

Tragen Sie die Schulung einheimischer Gemeindeleiter mit? Mit 350 Franken (290 Euro) ermöglichen Sie einem Gemeindeleiter die Ausbildung für ein Jahr. Eine fundierte biblische Ausbildung ist für die in abgelegenen Gegenden von Laos tätigen Leiter sehr wichtig.

Beteiligen Sie sich an der Hilfe für verfolgte Christen in Laos? Mit 200 Franken (165 Euro) tragen Sie wesentlich dazu bei, die Not der Verfolgten zu lindern.

Wollen Sie Kindern in abgelegenen Gebieten Schulbildung ermöglichen? Mit 60 Franken (50 Euro) können Sie den Schulunterricht für ein Kind ein Jahr lang ermöglichen.

Auch Frauen erhalten durch Schulungen das Rüstzeug für ihre Arbeit im Reich Gottes. Foto: © HMK