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Irans Tyrannei bringt viele Iraner zu Christus

Januar 2018 - Die heutige iranische Jugend habe die islamischen Regeln satt und die Tyrannei der Mullahs führe die Menschen zu Jesus Christus, so der einstige Hisbollah-Mitbegründer Daniel Shayesteh.

Iran – Botschafter der Freiheit

Ich heisse Daniel Shayesteh, bin im Iran geboren und wuchs dort in einer muslimischen Familie auf.
An der Universität wurde ich zum Revolutionär und unterstützte Ajatollah Khomeini, als er das Land übernahm und es neu nach dem islamischen Gesetz regierte. Doch später kam es zu Spannungen zwischen uns und Ajatollah Khomeini. Er löste die Versprechen nicht ein, die er vor der Revolution den Menschen im Iran gegeben hatte.

hmk. Daniel Shayesteh, Sie unterstützten die iranische Revolution in der Armee und als Politiker. Warum?
Zu Beginn waren wir uns als Führungsriege unter Ayatollah Khomeini einig; wir wollten die stärkste Armee aufbauen, um Israel und die sunnitischen Nachbarstaaten zu besetzen. Weiter wollten wir die weltweit stärkste muslimische Macht werden und den Islam als global einzige Religion einsetzen. Bald nach der Revolution brach Zwietracht bei den Mächtigen aus. Viele waren mit der Führung von Khomeini nicht mehr einverstanden. Auch ich separierte mich von Khomeini, um auf politischem Weg eine andere Art von islamischer Regierung zu erwirken.


Was war Ihre Aufgabe in der Armee?
Ich gehörte damals zu den Gründern der Revolutionsgarde, die auch bekannt ist unter dem Namen „Hisbollah im Iran“. Aus den oben erwähnten Gründen war ich dann aber nicht sehr lange involviert.

Später sassen Sie im Gefängnis, in der Todeszelle. Was war geschehen?
Nach der erwähnten Differenz fiel die Revolutionsgarde in Khomeinis Hand. Er setzte diese ein, um jegliche Opposition im Iran auszulöschen. Einigen war es möglich, zu entkommen und das Land zu verlassen, andere wurden getötet. Wir waren zu fünft in unserer Zelle, vier wurden umgebracht. Ich kam lebend davon.

 

Wie sind Sie freigekommen?
Einige meiner alten Freunde sassen zu dieser Zeit an der Macht. Sie halfen mir, dass ich temporär für eine Weile auf Kaution freikam. Dadurch konnte ich den Iran verlassen und überleben.

Viele Iraner sind enttäuscht vom Islam und offen für das Evangelium.
Foto: © iStock/Grigorev_Vladimir

 

Wie sind Sie Christ geworden?

Ein Jahr nachdem ich in die Türkei gelangt war, entschied ich mich dazu, mein Doktorat an der Universität in Istanbul abzuschliessen. Schwerpunkt waren Kultur und Religion. Dies ermöglichte mir, die wichtigsten Kulturen, Religionen und Philosophien der Welt miteinander zu vergleichen.

 

Mich erstaunten die christlichen Werte in allen Lebensbereichen. Gleichzeitig war ich in einer Handelsbeziehung mit einem iranischen Muslim, der ein kleines Geschäft in Istanbul führte. Er verschwand mit all meinem Geld nach Deutschland. Doch ein paar Christen von einer Gemeinde waren mit ihm in Kontakt und taten ihr Bestes, um ihn ausfindig zu machen. Die einzige Möglichkeit für mich, um an Informationen zu gelangen war, die Gemeinde zu besuchen. So ging ich jeweils sonntags hin und hörte ihre Botschaft. Ich verglich sie mit dem, was ich in meinem Doktorat lernte. Ich staunte, als ich entdeckte, dass im Westen der wahre Grund für die Entwicklung des Lebens, der Ökonomie und der Leiterschaft in der Bibel liegt.

 

Später sah ich Jesus nachts in einem Traum. Am kommenden Sonntag ging ich wieder in die Gemeinde und hörte dort das, was mir Jesus im Traum gesagt hatte. Ich war überrascht und schockiert. All das führte dazu, dass ich die Evangelien zweimal las und mein Herz dann Jesus Christus übergab.

Weil die Christen im Iran unsere Unterstützung brauchen!

Untergrundgemeinde stärken
Die Gemeinden wachsen und christliche Leiter sind dringend auf Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten angewiesen. Immer wieder erhalten wir Anfragen zur Krisenintervention für Pastoren/Gemeindeleiter, die vom Staatsapparat massiv bedrängt werden. Mit 100 Franken (87 Euro) können Sie wesentlich zur Soforthilfe beitragen.

Medienproduktionen und Satelliten-TV

Es ist Daniel Shayestehs Herzenswunsch, dass Muslime die Liebe von Jesus Christus erfahren. Ein Zugang sind eigens produzierte Filmepisoden. Mit 30 Franken (26 Euro) können Sie eine Drehstunde finanzieren (für eine 60-minütige Episode sind rund 25 Drehstunden nötig). Mit 200 Franken (175 Euro) wird die Übersetzungsarbeit einer Episode in eine andere Sprache finanziert.

Via Sat-TV haben Menschen im ganzen Nahen Osten Zugang zu Lebenszeugnissen ehemaliger Muslime. Die Ausstrahlungskosten für eine TV-Stunde belaufen sich auf 100 Franken (87 Euro).

Sie leben nun im Westen. Was machen Sie?
Ich lebe in Amerika, halte weltweit Vorträge und führe den Dienst „Exodus from Darkness“, also „Auszug aus der Dunkelheit“, um Muslime überall auf der Welt zu erreichen.

 

Wie sieht die Christenheit heute im Iran aus?

Die Mehrheit der iranischen Jugendlichen haben die islamischen Regeln satt. Sie sehen sich in Ketten gelegt. Viele haben entdeckt, dass der einzige Weg, wirklich frei zu sein, Jesus Christus ist. Deshalb ist der Iran das muslimische Land, in dem am meisten Menschen zu Ihm finden. Alle evangelischen Gemeinden sind von der Regierung geschlossen worden. Doch die Untergrundgemeinde wächst. Viele Iraner im Westen wenden sich ebenfalls Jesus zu und werden zu Seiner Stimme für andere Iraner.


Was erwarten Sie politisch gesehen im Iran – und was aus christlicher Sicht?
Der Westen ist weiterhin nicht daran interessiert, die Opposition zu unterstützen. Er tut nichts, um den Tausenden, die noch immer im Gefängnis sitzen und täglich leiden, zu helfen. Stattdessen führt er starke wirtschaftliche Beziehungen mit der Regierung. Leider hilft dies, dass die Tyrannei stark bleibt und fortgesetzt werden kann. Dies führt dazu, dass viele Iraner den Islam verlassen und Nachfolger Christi werden.

Interview: Daniel Gerber, livenet.ch