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Iran: Untergrundkirche „bedroht Islam“

Im islamischen Gottesstaat schreitet das Wachstum von christlichen Hauskirchen rasant voran. Inmitten starker Verfolgung bleibt die einheimische Christenheit dem Evangelium treu.


hmk./ September 2017 - Anfang Juli 2017 erreichte uns die Nachricht, dass Pastor Victor Bet Tamraz und zwei seiner Freunde im Iran zu 10 bzw. 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Grund dafür ist die friedliche Ausübung ihres christlichen Glaubens (siehe Seite 6).

Unter Reformpräsident Hassan Rohani, der im Mai 2017 in seinem Amt bestätigt wurde, hält das Mullah-Regime nach aus-sen hin zwar die Menschenrechte hoch, doch uns bekannte Fälle und der neuste Bericht des UN-Menschenrechtsrats vom Januar 2017 zeigen, dass im Iran weiterhin auch religiöse Minderheiten wie Christen drakonisch bestraft werden. Der alles bestimmende Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei bezeichnete jüngst die christlichen Untergrundkirchen als „grosse Bedrohung des Islams sowie Verführung der iranischen Jugend.“

Gefängnis und Hausarrest
Während prominente christliche Pastoren wie der US-Iraner Saeed Abedini medienwirksam aus ihrer Haft entlassen wurden, bleiben viele andere weiter im Gefängnis oder unter permanentem Hausarrest und warten in Ungewissheit auf ihre endgültige Verurteilung, mit wöchentlichen demütigenden Polizeiverhören. Das iranische Regime sieht im Christentum eine fundamentale „Bedrohung ihrer nationalen islamischen Identität“, weshalb viele Iraner nur schon für die Teilnahme an einem Gottesdienst eingesperrt werden. Gegenüber dem Westen wird dies jedoch nicht als religiöses, sondern als „staatskriminelles, politisches Vergehen“ oder „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ dargestellt und die ungesetzliche Verteilung von persischen Bibeln oder das Weitergeben des christlichen Glaubens an Muslime als „Verbrechen gegen den Staat“.

Hunderttausende nennen sich Nachfolger Jesu

Trotz Razzien und Repressionen gegen die Christen wachsen die Hauskirchen weiter. Sie sind zu einer grossen, unüberschaubaren Bewegung geworden, deren die Staatsmacht nicht mehr Herr wird. Die Offenheit der Perser dem Evangelium gegenüber ist gross. Viele haben nichts mehr zu verlieren. Scharenweise wenden sich Menschen ab vom Islam und dem Christentum zu. Hunderttausende ehemals schiitische Muslime nennen sich Nachfolger Jesu. Doch in den vielen Untergrundhauskirchen fehlen geistliche Leiter, die gerade die Jugend an die Hand nehmen können.

Iran: An der Seite der iranischen Untergrundgemeinde

Als HMK unterstützen wir die einheimische Kirche im Iran in ihrem geistlichen Wachstum und im Kampf um mehr Religionsfreiheit. Wir helfen Müttern und Kindern, deren Väter um ihres Glaubens willen im Gefängnis sitzen und wir helfen bei der Ausbildung neuer Gemeindeleiter und bei Medienproduktionen.

Wenn Sie die Ausbildung neuer iranischer Gemeindeleiter in ihrer Heimat auf dem Herzen haben oder Sie zur Linderung der notleidenden Christen beitragen möchten, können Sie bereits mit 100 Franken (90 Euro) wesentlich dazu beitragen.

Mit 100 Franken (90 Euro) können Sie die Kosten für eine Stunde Satelliten-Ausstrahlung abdecken und damit zur Verbreitung christlicher Medienproduktionen beitragen.

Immer mehr Iranerinnen und Iraner kehren sich vom Islam ab und werden Christen. Sie treffen sich im Untergrund, weil ihnen die Todesstrafe droht. ©HMK