Startseite > Projektländer > Sansibar: Die erste Bibelschule auf Sansibar

Die erste Bibelschule auf Sansibar

Eine Gruppe aus der Schweiz machte im Sommer 2017 einen Arbeitseinsatz auf der Insel Sansibar in Ostafrika. Das Ehepaar, das den Einsatz organisierte, gibt einen Einblick.

hmk./Oktober 2017 – Als Familie verbrachten wir vor einiger Zeit unsere Ferien auf der Insel Sansibar, einem halbautonomen Teilstaat Tansanias. Uns interessierte auch die Situation der einheimischen Christen, wo sich über 90 Prozent der Bevölkerung dem Islam zugehörig fühlen. Beim Besuch einer grossen christlichen Gemeinde begrüsste uns der Pastor herzlich. Im Gespräch kamen wir auf die Unruhen während den Wahlen 2012 zu sprechen, als ihre Kirche in Brand gesteckt und verwüstet wurde. Gott hat dem Pastor aufs Herz gelegt, eine neue, grössere Kirche zu bauen. Trotz fehlenden Mitteln hielt er an dieser Zusage fest und so kam es, dass in den vergangenen Jahren verschiedene Personen nach Sansibar reisten, die zum Bau der Kirche beitrugen. Seit März 2017 finden die Gottesdienste in der neu gebauten Kirche statt. Fenster, Türen und Büros fehlen noch, was aber in Afrika nichts Ungewöhnliches ist.

Mithilfe beim Bau der Bibelschule
Die Gemeinde hat es auf dem Herzen, einheimische Pastoren auszubilden und diese auszusenden, um neue Gemeinden zu gründen. Vor drei Jahren haben sie hierzu mit dem Bau einer Bibelschule – es wird die erste in Sansibar sein – begonnen, doch es fehlten dann die finanziellen Mittel, um die Schule fertig zu stellen. Hier waren nun wir mit unserem Arbeitseinsatz gefragt und im Juli 2017 konnten wir bereits den zweiten dieser Art mit rund 25 Personen durchführen, um die Gemeinde auf ganz praktische Weise beim Bau der Bibelschule zu unterstützen. Geplant ist, dass im Januar 2018 bereits ein Teilbetrieb aufgenommen wird.

Eine Gruppe aus der Schweiz hilft beim Bau der Bibelschule auf Sansibar. ©HMK

Reaktionen der Einheimischen
Die einheimischen Arbeiter vor Ort wurden sehr motiviert, als sie sahen, wie eine Gruppe aus der Schweiz sie voller Einsatzfreude beim Bau der Bibelschule unterstützte. Auch Frauen und etwas Ältere packten voll an. Es ist ein grosser Segen, wenn man überall auf der Insel herzlich begrüsst wird. Gastfreundschaft ist ein wichtiger Teil der Kultur. Für uns als Ehepaar ist es ermutigend, wie Jesus uns in diesem Engagement führt, bestärkt und Gelingen schenkt.

Jesus-Nachfolge im Kontext von Verfolgung

Wir haben auch mit Christen gesprochen, die wegen ihres Glaubens mit grossen Herausforderungen konfrontiert sind. Ein Mann (früher Muslim, heute Pastor) wollte seine Schwester umbringen, weil sie zum Glauben an Jesus gefunden und sich vom Islam abgewandt hatte. Doch alle Mordversuche scheiterten, und plötzlich fiel ihm sein unrechtes Handeln wie Schuppen von den Augen. Auch er entschied sich zur Nachfolge Jesu und wird seither von seiner Familie verfolgt. Doch er sagt: „Ich stehe unter dem Schutz des Höchsten!“ Ein anderer Pastor und seine Familie überlebten einen Brandanschlag nur knapp und waren dankbar für die finanzielle Unterstützung der HMK bei der Sanierung der Schäden. Es beeindruckt uns, wie die Christen auf Sansibar an Gottes Schutz glauben und darauf vertrauen. Da können wir persönlich noch viel lernen.

Als HMK waren wir beim Wiederaufbau der zerstörten Kirche involviert und tragen jährlich mit 15‘000 Franken (13‘400 Euro) zum Bau der Bibelschule bei. Unterstützen Sie uns dabei?