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Saudi-Arabien: Saudische Polizei stürmte Weihnachtsfeier

Saudische Polizisten stürmten am 26. Dezember 2012 eine Weihnachtsfeier und nahmen 41 Gäste fest.

Sicherheitskräfte drangen in ein Haus ein und nahmen 41 Gäste fest. Der Gastgeber war ein asiatischer Diplomat.

derStandard./März 2013 – Das Weihnachtsfest endete am 26. Dezember 2012 für 41 in Saudi-Arabien lebende Christen im Gefängnis. Polizisten stürmten ein Haus in der Provinz Al-Jouf und nahmen die anwesenden Christen fest, weil sie laut Polizei ein Weihnachtsfest geplant hatten.

Medien berichten, der Gastgeber sei ein asiatischer Diplomat, der 41 Christen, aber auch saudische und ägyptische Muslime, zu sich eingeladen hatte. Ob die Festgenommenen mittlerweile wieder freigelassen wurden, ist nicht bekannt. Die Ausübung des Christentums und sogar der Besitz einer Bibel oder eines Kreuzes sind in Saudi-Arabien streng verboten, obwohl das Land christliche Gastarbeiter, beispielsweise von den Philippinen oder auch aus Indien, beherbergt. In dem Staat, auf dessen Gebiet die für den Islam heiligsten Städte Mekka und Medina liegen, dürfen keine Gottesdienste gefeiert werden. Christlichen Geistlichen ist die Einreise untersagt. Beim Abfall vom islamischen Glauben droht die Todesstrafe.