Startseite > Projekte > Projektländer > Usbekistan: Noch mehr Geldbussen für Christen

Usbekistan: Noch mehr Geldbussen für Christen

Schon der Alltag ist für Usbeken nicht einfach. Den Christen drohen Bussen und die Wegnahme der Bibel, je nach Behördenwillkür.

forum 18./November 2011 – Die Polizisten, die in das Privathaus einer evangelischen Familie eindrangen, haben den Ehemann tätlich angegriffen und religiöse Literatur konfisziert, wie lokale Protestanten am 26. August 2011 berichteten. Die religiösen Bücher werden eingehend geprüft und an offizieller Stelle wird ein Verwaltungsverfahren gegen den Mann, die Frau und einen Freund der Familie vorbereitet. Auf die Frage, welche von der in ihrem Heim gefundenen Literatur verboten sei, nannte der Polizeiinspektor, der die Durchsuchung leitete, die Bibel und das Neue Testament.


Gerichte in der Hauptstadt Taschkent und in der östlichen Region Syrdarya haben Geldstrafen von bis zum Hundertfachen des monatlichen Mindestlohnes über zehn Protestanten verhängt, um sie wegen nicht registrierten Aktivitäten zu bestrafen. In beiden Fällen ordneten die Gerichte an, dass die konfiszierte christliche Literatur – darunter auch Bibeln und Neue Testamente – vernichtet werden sollen. Beamte des staatlichen Komitees für religiöse Angelegenheiten weigerten sich zu erklären, warum friedliche religiöse Aktivitäten immer weiter bestraft werden und warum die Gerichte die Vernichtung religiöser Literatur anordnen. „Ich bin kein Experte in diesen Dingen. Sie haben sich an die falsche Stelle gewendet,“ sagte Zulhaydar Sultanov, der Chef der Abteilung für internationale Beziehungen.