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Tunesien: "Mein kaputtes Leben hat wieder Sinn"

Eine irdische Lebensperspektive bleibt vielen Menschen in Tunesien aufgrund der darbenden wirtschaftlichen Lage verwehrt. Auch deshalb finden immer mehr von ihnen ihre Hoffnung im christlichen Glauben.

 

hmk. „Ich wuchs in einer sehr vermögenden, aber auch sehr religiösen Familie auf“, sagt uns Tarek (Name geändert). Seine Kindheit sei kompliziert gewesen, als Jugendlicher habe er rebelliert. „Ich war furchtlos. Mit Kollegen schmuggelten wir Ware aus Libyen. Dabei wurden wir einmal erwischt. Die Militärs schossen auf uns. Ich verlor beinahe mein Leben.“ Seine Liebe zum Fussball und seine Wut haben Tarek zum „Ultra“ gemacht. Er gründete einen gewaltbereiten Fanklub.


Wandel während Leidenszeit

„Dann erlitt ich einen schweren Motorradunfall. Ich lag lange im Koma und konnte das Spital erst nach vier Operationen und sechs Monaten Liegezeit wieder verlassen.“ Es war eine prägende Zeit für Tarek. Er realisierte, dass sein Leben so nicht weitergehen konnte. Anschliessend arbeitete er in einem Touristenort bei einer Familie aus Frankreich. „Diese erzählte mir von Gottes Sohn und sie boten mir eine Bibel an. Dank Facebook lernte ich einen tunesischen Christen kennen (Projektpartner der HMK, Anm. der Redaktion). Er half mir, mein Leben mit Gottes Hilfe wieder in den Griff zu bekommen.“ Heute sagen Tareks Freunde von damals, dass er sich zum Positiven verändert habe. „Ich bekam eine neue Chance. Mein kaputtes Leben hat wieder Sinn.“

Foto: ©HMK

Zukunftsperspektive schaffen

Tunesien gibt sich gern als Vorzeigeland, welches den Arabischen Frühling losgetreten hat und als einzige Nation erfolgreich von Diktatur zu Demokratie wechselte. Die tunesischen Christen geniessen tatsächlich mehr Rechte und Freiheiten als ihre Glaubensgeschwister in anderen nordafrikanischen Staaten. Verfolgung erfahren sie vor allem von der Familie oder der Gesellschaft. Doch die junge Generation in Tunesien hat kaum eine Perspektive. Die meisten haben nur ein Ziel: Europa! Als HMK tragen wir mit unserem Engagement in Tunesien dazu bei, dass Menschen durch Jesus Christus eine neue Lebensmotivation und damit verbunden eine neue Zukunftsperspektive in ihrer Heimat erhalten.

Die Betreuung der tunesischen Projektpartner von Menschen wie Tarek ist intensiv. Die Miete von Räumlichkeiten für ein Wochenende, an welchem Interessierte aus verschiedenen Landesteilen in den Grundlagen des christlichen Glaubens gefestigt werden, kostet rund 120 Franken (105 Euro). Mit Ihrer Unterstützung können wir Menschen wie Tarek auf ihrem Weg hin zu Christus unterstützen.