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Tunesien: Mehr als ein Stück Mauer

Der praktische Einsatz der jungen Christen aus der Schweiz war für die Menschen in Tunesien ein Zeugnis der Liebe Gottes.

hmk./August 2014 – Als Gruppe junger Schweizer Christen bekommen wir die Möglichkeit, einem lokalen HMK-Projektpartner in Tunesien praktische Hilfe zu leisten. Dieser Arbeitseinsatz wird grössere Auswirkungen haben, als wir zuerst denken.

 

Über die HMK erfahre ich, dass einer ihrer tunesischen Partner vor Ort praktische Hilfe aus der Schweiz gebrauchen könnte. Es geht um den Bau einer Mauer. Das spricht mich sofort an und so reise ich einige Wochen später gemeinsam mit einer Gruppe junger Leute nach Tunesien.


Verdutzte Menschen
Nach der ruhigen Überfahrt mit der Fähre treffen wir in Tunis den Projektpartner Amin*, für dessen Grundstück wir die erwähnte Mauer bauen werden. Eine vermeintlich einfache Arbeit, die aber, wie sich noch zeigen wird, grössere Auswirkungen haben wird, als wir dachten.


Schon bald erzählt mir Amin, dass das halbe Dorf bereits wisse, dass eine Gruppe von Christen aus der Schweiz da sei, um ihm beim Bau der Mauer zu helfen. Es ist für die Leute nicht nachvollziehbar und sie fragen sich: „Wieso kommen reiche Schweizer nach Tunesien, um uns beim Bau einer Mauer zu unterstützen?”

Praktisches Zeugnis
Es dauert nicht lange, bis auch der einflussreiche Besitzer des nahegelegenen Steinbruchs vorbeischaut – notabene zum ersten Mal überhaupt – um mit Amin „zu plaudern“. Also eigentlich begutachtet er eher neugierig, was da genau vor sich geht. Später erfahre ich, dass auch der ältere tunesische Hilfsarbeiter, der den Mauerbau fleissig unterstützt hat, durch unseren Einsatz stark berührt wurde. Wortwörtlich sagt er mir: „Einen solchen Umgang in einer Gruppe von Menschen habe ich noch nie gesehen. So etwas gibt es unter Muslimen nicht.“ Was er gespürt und in Worte gefasst hat, ist die Liebe von Jesus Christus, die uns begleitet hat. Und so sind die Auswirkungen auf den Ort und auf die Muslime im Dorf grösser als ein Stück Mauer. Unser Einsatz hallt, wie mir Amin kürzlich mitteilte, auch ein paar Monate später immer noch sehr positiv nach. Gott sei Dank – Er hat das alles möglich gemacht!

Benjamin (35), wohnhaft in Interlaken


*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

 

Tunesische HMK-Partner finanziell unterstützen

  • Als HMK engagieren wir uns bei der Vernetzung nordafrikanischer Christen untereinander, damit sie sich gegenseitig in evangelistischen und jüngerschaftlichen Belangen sowie im Gebet und im Gemeindebau stärken und ermutigen können.
  • Einer unserer lokalen Partner setzt sich für die offizielle Anerkennung tunesischer Christen ein. Als HMK stellen wir uns hinter diese Initiative.
  • Wir fördern sozial-karitative Aktionen für Bedürftige.

 

Mit 100 Franken (80 Euro) können Sie zehn tunesischen Kindern die Teilnahme an einem einwöchigen Sommerlager ermöglichen. Dürfen die tunesischen Christen mit Ihrer finanziellen Unterstützung rechnen?

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

Amara*: „Mein Mann wurde wiederholt wegen seines Glaubens verhaftet. Eines Tages haben sie ihn während eines Gottesdienstes abgeführt.“ Trotz Verfolgung sind Amara und ihr Mann in ihrer Heimat ein Zeugnis für Jesus. Die Gemeinden wachsen! Rüsten Sie die Gemeindegründer in Nordafrika aus, damit sie ihren Dienst tun können?