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Syrien/Irak: Wie Islamisten Frauen missbrauchen

Auf dem Sklavenmarkt in der IS-Hochburg Rakka (Syrien) werden Frauen meistbietend verkauft.
Quelle: ideaSpektrum, 23/2015

Auf Sex-Sklavenmärkten feilschen Männer um die meist christlichen Opfer.

 

idea. / April 2016 - Die IS-Gräueltaten an Mädchen und Frauen nehmen ungeahnte Ausmasse an. IS missbraucht junge Frauen religiöser Minderheiten, vor allem Christinnen und Jesidinnen, in Syrien und im Irak systematisch als Sex-Sklavinnen.

 

20-Jährige wurde lebendig verbrannt

Die UN-Sondergesandte für „sexuelle Gewalt in Konflikten“, Zainab Bangura (Sierra Leone), hat Gespräche mit Frauen geführt, denen die Flucht aus IS-Gefangenschaft gelungen ist. Dabei sind grauenhafte Praktiken ans Licht gekommen. So wurde eine 20-Jährige lebendig verbrannt, weil sie sich geweigert hatte, sich an extremen sexuellen Handlungen zu beteiligen. Bangura beschreibt das System der IS-Sexsklaverei so: Wenn IS-Kämpfer ein Dorf erobert haben, trennen sie die weiblichen von den männlichen Angehörigen religiöser Minderheiten. Sie töten alle Männer ab 14 Jahren. Die Frauen müssen sich ausziehen; dann wird festgestellt, ob sie Jungfrauen sind.

 

Koranzitierung während Vergewaltigung 

Die jüngsten und schönsten Frauen erzielen auf dem Sklavenmarkt in der IS-Hochburg Rakka (Syrien) die höchsten Preise. Dort wird um die Sklavinnen gefeilscht. Ausserdem besteht eine Hierarchie von Männern, die sich der Frauen bedienen dürfen - zuerst die Scheichs, dann die Emire, dann IS-Kämpfer. Eine 17-Jährige wurde gezwungen, aus dem Koran zu rezitieren, während sie von IS-Männern vergewaltigt wurde. Als sie sich weigerte, übergossen die Männer sie zur Strafe mit kochendem Wasser. Später gelang ihr die Flucht. Das berichtet die Schwedin Delal Sindy, die im nordirakischen Kurdengebiet Flüchtlinge betreut.