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Versöhnungskindergarten in Jerusalem: Ein sicherer Ort für Kinder

Wenn das ABC und das 1x1 nicht nur eine Sache für den Kopf, sondern auch für das Herz ist.

hmk, Oktober 2016. Sabeen* war nicht das typische schüchterne Kindergartenkind. Wenn die Klasse den Tag mit einem frohen Lied begann, war sie seltsam ruhig und wirkte verloren. Während des Unterrichtes war sie wie abwesend, sprach kaum und meldete sich nie. Ihre Lehrerin nahm sich ihrer an und machte ihr immer wieder Mut. Mit der Zeit merkte die Lehrerin, dass sich Sabeen wohler fühlte und sich ein wenig verändert hatte.

Eine Umgebung, die Mut macht
In der Zwischenzeit war auch die Schulleitung nicht untätig geblieben. Mehrmals hatte sie seit Beginn des Schuljahres versucht, die Mutter zu einem Gespräch einzuladen. Nach vielen Monaten willigte sie endlich ein. Es stellte sich heraus, dass sie eine äusserst ängstliche Frau war, die in ihrem häuslichen Umfeld viel Gewalt erlebte. Weil dieses Thema in ihrer Kultur ein Tabu ist, hatte sie alles still und für sich allein erlitten. Gott sei Dank hat die Schule eine Sozialpädagogin im Team, mit der Sabeens Mutter regelmässig telefonieren konnte und sie damit jemanden zum Reden hatte. Diese Gespräche hatten so eine Wirkung, dass wir alle am Ende des Jahres positiv überrascht waren, wie sehr sich die Mutter verändert hatte. Sie nahm an Treffen mit anderen Müttern teil, sagte offen, was sie dachte und vertrat furchtlos ihre Meinung. Sie wusste, dass sie an einem sicheren Ort war.

Versöhnungskinder- garten in Jerusalem

Kinder aus verschiedenen kulturellen Hintergründen und mit verschiedenen Nationalitäten.

Eine Atmosphäre des Friedens und der Geborgenheit.

Es sind Früchte der Versöhnung im Nahen Osten.

Verändertes Verhalten
Ein „sicherer Ort“ zu sein ist ganz besonders wichtig. Kürzlich machten wir eine Umfrage unter den Eltern und freuten uns über die positiven Ergebnisse. 100 Prozent der Eltern sagten nämlich, dass sie unsere Schule ihren Freunden und Verwandten empfehlen würden, und ebenso viele hatten eine positive Veränderung bei ihren Kindern festgestellt, seit ihr Kind zu uns in die Schule kommt. Und alle sagten, dass ihr Kind jeden Morgen gerne zur Schule kommt. Besonders hat uns gefreut, dass die Eltern bemerkt hatten, dass unsere Lehrpersonen die Kinder nicht schlagen, anschreien oder sonst wie plagen, wie es in anderen Schulen in der Region manchmal der Fall ist.

 

Wertvolle Partnerschaft

Als Botschafter Christi möchten wir gerne ein sicherer Ort sein, weil Er ein sicherer Ort ist. Wir sind sehr dankbar für die Partnerschaft mit der HMK und mit Ihnen. Gott hat unsere Arbeit durch Ihre Hilfe gesegnet. Durch Ihr fortlaufendes Investieren können wir weitermachen und in diesem geplagten Teil der Welt Menschen Hoffnung einpflanzen.

 

Wollen Sie diesen Kindergarten, der von einem Team unseres lokalen Projektpartners Tass Saada betrieben wird, finanziell unterstützen? Mit monatlich rund 300 Franken (270 Euro) können die Betreuungs-, Essens- und Schulmaterialkosten für ein Kind abgedeckt werden.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.