Startseite > Projekte > Projektländer > Palästinensische Gebiete: Früher Scharfschütze, heute Friedensbotschafter

Palästinensische Gebiete: Früher Scharfschütze, heute Friedensbotschafter

Die von Tass Saada geführte Vorschule in Jerusalem bietet Kindern einen Aufenthalt in einer von Liebe geprägten Atmosphäre.

hmk./März 2015 – Tass Saada und sein Team leiten eine multikulturelle christliche Vorschule in Jerusalem. Ihr Herzensanliegen ist es, allen in Liebe zu begegnen, ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft. Es ist die einzige Vorschule in der Region, die Juden, Araber, Christen und die Nationen zusammenbringt.

 

Tass Saada ist Palästinenser und war PLO-Scharfschütze. Im Gazastreifen geboren, wuchs er mit Wut, Bitterkeit und Feindseligkeiten auf. Mit 17 Jahren trat er den Widerstandskämpfern Arafats bei und war schon bald Fatah-Mitglied und gefürchteter Scharfschütze. Sein Motto lautete: „Nur ein toter Jude ist ein guter Jude.“ Doch 1993 trat auf wunderbare Weise eine geistliche Verwandlung ein. Er wurde mit Gott versöhnt und fand Frieden im Herzen mit seinen jüdischen Nächsten. Tass schreibt: „Es ist mein tiefer Wunsch, die Versöhnung unter Juden, Muslimen und Christen mit Gott und untereinander zu fördern. Ich und mein Team setzen uns im Nahen Osten mit verschiedenen Projekten dafür ein, dass durch Jesus Christus der tiefe Graben zwischen den Nachfahren Isaaks und Ismaels überbrückt wird. Eines der Projekte ist eine Vorschule in Jerusalem.

Von 20 auf 60 Kinder
Hier haben die Kinder Freude am Singen, Spielen, Zeichnen und auch an den Vorkursen für Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen. Vor zwei Jahren waren hier 20 Kinder, heute sind es 60 Kinder im Alter von drei Monaten bis sechs Jahren: Araber, Juden, Christen und Kinder aus über 17 Nationen, messianische Juden und auch ein muslimischer Schüler. Wie kann eine Schule mit so unterschiedlichen Kindern und noch dazu an einem so konfliktreichen Ort friedlich funktionieren? Wegen der Liebe. Kolosser 3,14 sagt uns: ‚Wichtiger als alles andere ist die Liebe. Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. Sie ist das Band, das euch verbindet.‘ Unsere Vorschule ist ein ganz besonderer Ort, von Gottes Liebe durchdrungen, die bewirkt, dass wir in Freundlichkeit, Demut und Sanftmut wandeln können. Lesen Sie hierzu Kolosser 3,12.

Jüdische Familie lädt muslimische Familie ein
An der Feier des neuen Schuljahres nahmen auch die Eltern des muslimischen Schülers teil. Ohne ein Wort seitens der Lehrer ging eine der jüdischen Familien auf sie zu und lud diese Familie ein, mit ihr in den Zoo zu gehen! Das ist wahrlich ein Zeugnis dafür, wie Gottes Liebe uns ein mitfühlendes Herz für einander gibt, wie Er uns alle zusammenbindet und Harmonie schafft.“

Tass Saada ist langjähriger Projektpartner der HMK, mit dessen Hilfe er vor rund zehn Jahren seine Entwicklungsprojekte begann. Wollen Sie die Versöhnungsarbeit von ihm finanziell unterstützen? Dann lassen Sie uns Ihre Spende zukommen. Die Gesamtkosten des Schulbetriebs pro Monat (inkl. Miet- und Lohnkosten) belaufen sich auf rund 27‘000 Franken (25‘700 Euro).

 

 

Ishmael - Israels arabischer Bruder

"Ein bewegender Dokumentarfilm, der zeigt, wie Christen im Nahen Osten trotz Verfolgung einen positiven Einfluss in ihrer Gesellschaft haben können."Original DVD in gesprochenem Deutsch

DVD bestellen