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Pakistan: Gottes Friede ist grösser als die körperliche Qual

Für Notleidende wie Kumar, die wegen ihres Glaubens verfolgt und misshandelt werden, engagiert sich die HMK. Symbolbild: © HMK

Pastor Kumar* wurde gefoltert, weil er an Jesus Christus glaubt und von ihm erzählt hatte. Dies geschah vor einem Jahr. Trotzdem ist er heute glücklich und dankbar.

 

hmk./März 2012 – Pastor Kumar sitzt im Bus. Er ist unterwegs zu einer Veranstaltung. Er liest die Bibel und es dauert nicht lange, bis er deshalb von Muslimen angesprochen wird und ein gutes Gespräch entsteht. Sie wollen mehr über den christlichen Glauben wissen. Doch einem Mitreisenden passt die Unterhaltung nicht, worauf er jemanden anruft.


Brutal zugerichtet und gefoltert
Als Kumar aussteigt, erwartet ihn bereits ein grosser Schlägertrupp. Die Männer schlagen auf ihn ein und verletzen ihn brutal. „Weshalb bist du in unserer Stadt und wer hat dich geschickt?”, fragen sie ihn. Kumar antwortet: „Ich bin ein Diener des Herrn Jesu und ich bin aus eigener Initiative hier.” Wieder wird er geschlagen und verhört. Sie stellen ihn vor die Wahl: „Entweder verleugnest du Jesus Christus und wir lassen dich frei, oder wir töten dich.” Kumar antwortet, indem er ihnen das Evangelium erklärt, doch das macht die Männer noch wütender. Sie verbinden ihm die Augen und fahren zu einem Kühlhaus, wo Eis hergestellt wird. Sie stellen ihn mit den nackten Füssen auf einen Eisblock und binden ihn an einen Pfosten fest. „Wenn dir dein Leben lieb ist, solltest du in der nächsten halben Stunde dem Glauben an Jesus abschwören”.

Durchgehalten dank Gottes Kraft
Heute erinnert sich Kumar, dass Gott ihm die Kraft zum Durchhalten gab: „Die Schmerzen in den Beinen waren nicht mehr zu ertragen. Gott half mir durchzuhalten und erfüllte mich mit einem Frieden, der grösser war als die Qual“. Auch während den kommenden Stunden auf dem Eis bleibt Kumar Jesus treu. Doch dann verliert er das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, liegt er im Gras, am Strassenrand. Er kann nicht mehr gehen.

Bleibende Schäden – aber glücklich
Das ist nun ein Jahr her. Kumar hat überlebt! Doch er leidet seither am ganzen Körper an schlimmen Gliederschmerzen. Er wurde ärztlich untersucht und erhält heute spezielle Medikamente. Die Haut an seinen Beinen ist aufgrund Kälteschäden immer noch schwarz. Trotzdem strahlt er über das ganze Gesicht. Er ist glücklich und dankbar, dass er Jesus treu geblieben war und er seine Kraft erleben durfte.

 

Hinschauen und unterstützen
Die HMK finanzierte Kumar die ärztliche Untersuchung und unterstützt ihn, damit er die nötigen Medikamente erhält. Für Notleidende wie Kumar, die wegen ihres Glaubens verfolgt und misshandelt werden, engagiert sich die HMK. Durch ein Netzwerk in den jeweiligen Ländern vor Ort ist es möglich, gezielt und effizient zu helfen. Unterstützung, die den Menschen in Not eine neue Perspektive gibt und sie ermutigt.


*Name aus Sicherheitsgründen geändert.