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Ukraine: Zu Besuch bei Freunden

Susi Gobeli lernte Pastor Elisey und seine Frau Oksana (ukrainische Projektpartner der HMK) 2013 in der Schweiz kennen. Nun war Susi bei ihnen in der Ukraine zu Besuch.

Susi Gobeli (rechts) und Oksana Pronina, die Frau von Elisey. Foto: © HMK

hmk./ 2019 – HMK: Susi, du hast kürzlich die Gemeinde von Pastor Elisey in Lwiw (Westukraine) besucht. Angereist bist du mit dem Zug. Wie war die Reise?

Susi: Sie verlief problemlos. Ich fuhr mit dem Nachtzug nach Wien, verbrachte den Tag in Wien und stieg gegen Abend in den direkten Zug Wien – Kiew. Am folgenden Abend, also 24 Stunden später, kam ich in Kiew an. Auf dem Rückweg machte ich dann Halt in Lwiw und besuchte Elisey und seine Familie. Wenn es möglich ist, bevorzuge ich aus Umweltschutzgründen den ÖV. Ausserdem finde ich es sehr interessant, die Strecke mit der wechselnden Landschaft zu erleben, und aus dem Zugfenster zu schauen ist sehr entschleunigend.

 

Was hat dich zum Besuch bewogen?

Ich verbrachte zwei Wochen in Kiew und da ich mit Elisey und seiner Frau Oksana in den vergangenen Jahren immer mal wieder Kontakt hatte, war es für mich naheliegend, auf einen Besuch vorbeizugehen. Lwiw ist rund sieben Zugstunden von Kiew entfernt.

 

Zurzeit baut die Gemeinde von Elisey ihr Kirchengebäude um, weil der Platz für die Gottesdienste nicht mehr ausreicht. Kommt der Bau voran und wie hast du die Stimmung vor Ort wahrgenommen?

Der Bau kommt gut voran und viele packen an. Ich war beeindruckt, wie sie sich Mühe geben, das alte Material weiter zu nu-tzen. Zwei Männer waren zum Beispiel damit beschäftigt, die alten Bausteine vom Mörtel zu befreien, damit man sie wiederverwenden kann.

 

Wie würdest du den Herzschlag der Gemeinde beschreiben? Was ist ihre Vision?

Die Gemeinde brennt für Jesus und ist sehr familiär und gastfreundlich. Das neue Gebäude befindet sich mitten in einem Wohngebiet und eröffnet ihnen viele Möglichkeiten, Menschen zu erreichen, zum Beispiel mit Weiterbildungskursen (Englisch), Angeboten für Kinder/Jugendliche und Frauengruppen.

 

Was wird dir von dieser Reise besonders in Erinnerung bleiben?
Vor allem die unglaubliche Gastfreundlichkeit der Menschen. Ich wurde überaus herzlich empfangen. Und wie sie aus den Widrigkeiten des Lebens immer wieder das Beste machen. In der Ukraine ist das Leben hart und nicht zu vergleichen mit unserem Leben in der Schweiz.

Neues Kirchengebäude bald bezugsbereit

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Der ukrainische HMK-Projektpartner Elisey flüchtete 2014 mit Familie und Freunden vor dem Krieg aus der Ostukraine. In Lwiw haben sie sich eine neue Existenz aufgebaut. Die Gemeinde wächst und ihr bisheriger Saal platzt aus allen Nähten. Seit längerer Zeit sind sie daran, ihr neues Kirchengebäude zu renovieren. Bald sollte es bezugsbereit sein. Mitte September 2019 erhielten wir von Pastor Elisey folgende Mitteilung: „Wir haben gerade einige Probleme. Der Wasseranschluss funktioniert noch nicht und das Heizsystem sollten wir möglichst bald anschaffen, bevor der Winter anbricht. Zurzeit fehlen uns aber die finanziellen Mittel dafür. Hier wird es jeweils sehr schnell kalt.“
 
Als HMK unterstützten wir den Kauf des Kirchengebäudes, das Platz für bis zu 150 Gottesdienstbesucher haben wird. Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, dass die Gemeinde von Elisey schon bald ins neue Gebäude einziehen kann?