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Ukraine: Weihnachtspäckli und Sommerlager

Die Sommerlager bieten den Kindern viele neue Erlebnisse. Ermutigt und gestärkt kehren sie zurück in ihren Alltag.

Diana Tihonova (9) führt kein einfaches Leben. Ihre Mutter hat grosse Mühe, als Alleinerziehende in der Ukraine einen normalen Alltag zu gestalten. Die Beziehung zu Dianas Vater ging in die Brüche, man kennt ihn nicht mehr. Immer wieder muss Diana für einige Monate in ein Erziehungsheim gehen, wenn es gar nicht mehr geht.


hmk./Dezember 2011
– Gläubige von der Rhema-Gemeinde in Donetzk in der Ostukraine wissen um die schwierigen Umstände; es besteht ein loser Kontakt. An Festtagen wie Weihnachten werden Familien wie die Tihonovas besucht. Weil meistens kein Geld im Haus ist, sind Weihnachtsgeschenke unerschwinglich. Gross ist jeweils die Freude, wenn sowohl für Kinder wie Eltern ein Geschenk aus der Schweiz dabei ist. So entstehen nach und nach vielfältige Beziehungen.


Letzten Sommer kam die Mutter von sich aus auf die Bekannten zu und fragte, ob Diana kostenlos ins Sommerlager mitgehen dürfe. Gefragt, getan. Als Diana im Camp ankam,  war sie sehr scheu und unsicher und machte einen verwahrlosten Eindruck. Die Lagerleitung beschloss, zuerst die wenigen Habseligkeiten Dianas zu waschen und schenkte ihr jeden Tag besondere Aufmerksamkeit.
Es ist eine Freude zu sehen, wie Kinder wie Diana jeden Tag etwas mehr aufblühen. Bis gegen Ende des Lagers bestehen kaum mehr Unterschiede zu den anderen Lagerkindern.

Glücklich und satt
Oder dann die fünf (von sechs) Kinder der Familie Zherlitsyn. Mutter Tanja wird schon einige Monate wegen Krebs behandelt und es haben sich an verschiedenen Stellen Metastasen gebildet. Tania war aber froh, konnten die Kinder eine unbeschwerte Zeit im diesjährigen Sommerlager verbringen. Die Kinder meinten auf die Frage, was ihnen besonders gut gefallen habe: “..dass es nicht nur gutes Essen, sondern auch ausreichende Mengen gab, bis wirklich alle satt waren!”
Maria (11) hat keinen Bezug zum Glauben. Aus der nachbarlichen Beziehung gedeiht die Einladung zum Sommerlager. Maria saugt fast jedes Wort und jedes Lied auf, stellt viele Fragen, manchmal mit Tränen in den Augen.


Am dritten Tag vertraute sie einem Leiter an, dass sie immer wieder den gleichen Traum hätte. Dabei sei sie einsam. Doch es erscheine ihr ein weiss gekleideter Mann, der jedoch zu weit weg stehe, um berührt zu werden. Nach einigen Erklärungen des Leiters lädt Maria Jesus in ihr Leben ein. In der darauf folgenden Nacht hat sie wieder einen Traum. Dieses Mal hält sie die Hand von Jesus und die Angst „alleine zu sein", ist verflogen. Danke vielmals, dass Sie all diese Begegnungen möglich, sei es mit einem Weihnachtspaket oder einem Beitrag für die Kinder-Sommerlager.