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Ukraine: Ihr seid nicht vergessen!

Elisey erzählte am 8. September 2013 im ICF Thun, was die Weihnachtspäckli in seiner Heimat Ukraine bewirken.

hmk./November 2013 – Elisey ist Pastor einer grossen christlichen Gemeinde ganz im Osten der Ukraine. Als Partner der HMK ist er verantwortlich für die Verteilung der Weihnachtspäckli aus der Schweiz. Letztes Jahr erhielten er und sein Team insgesamt 3'000 Päckli.

Riesenfreude im Waisenheim

Elisey: „Wir besuchten Waisenheime und schenkten den Kindern ein Päckli mit Grüssen aus der Schweiz. Über Weihnachten gehen die meisten Kinder zu den Grosseltern oder Verwandten. Im Heim bleiben jeweils nur diejenigen Kinder zurück, die gar niemanden mehr haben, bei denen sie die Festtage verbringen können. Diese Kinder haben oft das Gefühl, dass sich überhaupt niemand für sie interessiert und dass sie niemand lieb hat. Umso grösser war die Freude, als wir sie besuchten und ihnen ein Päckli brachten. Sie warteten bereits auf uns, sangen Lieder und sagten Gedichte auf. Einige der Kinder schrieben Dankesbriefe, so wie der neunjährige Vitalic: «Danke für die Süssigkeiten und die warme Mütze! Frohe Weihnachten! Kommen Sie in die Ukraine!»”

Nützliche Dinge für Obdachlose
Auch bedürftige Familien, Witwen, Menschen in Spitälern sowie in Alkoholentzugskliniken erhielten Weihnachtspäckli aus der Schweiz. Elisey: „Wir besuchten viele arme Familien, die sehr dankbar waren für all die nützlichen Dinge in den Päckli: Reis, Mehl, Teigwaren aber auch Hygieneartikel wie Zahnpasta, Zahnbürsten und Seife. Wir gingen auch in die Spitäler, wo es gerade im Winter viele Obdachlose hat. Sie würden auf der Strasse erfrieren und suchen Zuflucht im Spital. Dort haben sie immerhin ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Schlafen, erhalten jedoch weder Kleider noch Essen. In der Ukraine kümmert sich niemand um die Obdachlosen, niemand braucht sie. Die humanitären Hilfsgüter der HMK und die Weihnachtspäckli sind für sie deshalb eine riesige Hilfe! Doch die Päckli enthalten nicht nur nützliche Dinge. Sie sind auch ein Zeichen, dass jemand in der Schweiz an sie denkt und sich um sie kümmert. Es ist ein Zeichen der Liebe.”

Drogen- und Alkoholentzug
Elisey erzählt am Ende des Anlasses noch vom Rehabilitationszentrum für Drogen- und Alkoholabhängige: „Alkohol und Drogen sind eine Pest in der Ukraine. Schon kleine Kinder können ohne Probleme harten Alkohol kaufen. Auch Drogen sind sehr günstig zu haben. Die meisten Teenager beginnen mit 13 oder 14 Jahren, Drogen zu nehmen und werden abhängig. Sie kaufen sich die Zutaten und präparieren die schmutzigen Drogen zu Hause. Eine Injektion kostet ungefähr einen Franken.
Als Gemeinde haben wir uns entschieden, dieser Not zu begegnen, und haben vor vier Jahren ein Rehabilitationszentrum für Drogen- und Alkoholabhängige eröffnet: Auf einem Stück Land mit zwei Häuschen haben wir Platz für 12 Abhängige, die wir durch den kalten Entzug begleiten. Wir lehren sie zu beten und in der Bibel zu lesen. Ein geregelter Tagesablauf gibt ihnen eine Tagesstruktur und sie tragen durch Gartenarbeit zur Finanzierung des Zentrums bei. Auch hier verteilten wir Weihnachtspäckli. Für diese Menschen haben die Päckli auch einen symbolischen Wert: Sie bekamen ein schönes, sauberes Päckli, wie sie auch eine neue Chance für ein Leben ohne Drogen erhielten. Schon viele Menschen durften Gottes Hilfe erfahren und sind heute frei von Drogen.”•

 

Mehr Informationen: Aktion Weihnachtspäckli

Dein Päckli in der Ukraine

Die Ukraine ist geprägt von Armut und Korruption. Kriminalität, Alkohol, Drogen und zerrüttete Familien sind allgegenwärtig. Mit der «Aktion Weihnachtspäckli» erhalten bedürftige Familien, Waisenkinder, Witwen sowie Menschen in Spitälern und in Alkohol- und Drogenentzugskliniken ein Geschenk aus der Schweiz. Das können viele Menschen kaum fassen! Der Segen ist enorm und verändert Menschenleben.