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Ukraine: Ein Jahr am Zoll blockiert

Ende Februar 2014 gaben ukrainische Zollbehörden blockierte Hilfsgüter der HMK frei.

Ein Jahr lang war eine Lastwagenladung mit HMK-Hilfsgütern von den ukrainischen Behörden blockiert gewesen. Nach  dem Machtwechsel in Kiew können sie nun ausgeliefert werden.

hmk/Mai 2014 - „Die dringend benötigten Second-Hand-Kleider waren ein Jahr blockiert”, bilanziert Linus Pfister, Geschäftsführer der HMK. „Wir wussten nie, woran es liegt. Immer wieder verzögerte der Zoll die Freigabe und wollte immer wieder neue Papiere sehen. Weil die Hilfsgüter im Zolllager blockiert waren, wollte er plötzlich auch noch Lagergebühren einfordern.” So „geschmiert” hätte sich die Maschinerie vielleicht bewegt. Doch das war keine Option. „Wir zahlen nicht, weil es nicht unser Fehler ist. Und es kann nicht sein, dass Hilfswerken Geld abgepresst wird. Das Risiko ist dann, dass es manchmal länger dauert.”

 

„Knall auf Fall” freigegeben
Doch nach dem Machtwechsel in Kiew und der jetzigen Übergangsregierung war auch das lange warten auf die blockierten Hilfsgüter zu Ende: „Knall auf Fall ist die Lastwagenladung – es sind immerhin über 10 Tonnen oder 95 Kubikmeter Hilfsgüter – frei geworden. Das ist ein hoffnungsvolles Zeichen. Die Frage ist, ob nun wieder im grossen Stil Versorgung geschehen darf. Denn landesweit sind in der Ukraine seit mehreren Monaten rund 500 Hilfsgütertransporte verschiedener Hilfswerke aus mehreren westeuropäischen Ländern blockiert. Alles Verhandeln auf höchster diplomatischer Ebene hat bisher nichts gebracht. Nun hoffen und beten wir, dass weitere Hilfsgüter freigegeben werden. Die Zeichen sind hoffnungsvoll.”