Startseite > Projekte > Projektländer > Ukraine: Aktion Weihnachtspäckli

Ukraine: Aktion Weihnachtspäckli

Stolz hält Irinas Sohn ein Päckli in den Händen.

94‘700 Weihnachtspäckli wurden Schweizweit bei der Aktion Weihnachtspäckli 2015 gesammelt. 2‘900 Päckli verteilten Pastor Elisey und sein Team in der Ukraine.

 

hmk. / März 2016 - Pastor Elisey: „Ein frohes neues Jahr wünschen wir Ihnen! Mitte Dezember 2015 haben wir einen Lastwagen mit Weihnachtspäckli aus der Schweiz erhalten. Wir verteilten sie in Waisenheimen, Spitälern und an Flüchtlinge aus der Ostukraine. Danke auch für die humanitären Hilfsgüter. Sie sind sehr gefragt und die Leute sind enorm dankbar. Es entstehen neue Kontakte und Freundschaften mit den Menschen und einige von ihnen haben begonnen, unsere Anlässe zu besuchen.

 

Glücksmomente und Staunen

Wir haben Weihnachtskonzerte veranstaltet und viele Familien eingeladen. Auch ihnen gaben wir Päckli aus der Schweiz und sie haben von der Liebe erfahren, die Jesus Christus für sie hat. Zudem haben wir einen Weg gefunden, um mehrere Hundert Päckli den Bedürftigen in der Region Luhansk zu verteilen, auch in Perwomajsk (früherer Wohnort Eliseys, der von den Separatisten besetzt ist, Anm. HMK). 

Wir luden viele vertriebene Menschen ein und feierten mit ihnen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Flüchtlinge sehen werde, unter ihnen zahlreiche Kinder. Wir sangen mit ihnen Weihnachtslieder, teilten unsere Zeugnisse mit ihnen und ich predigte von Jesus Christus und von Weihnachten. Und dann gaben wir die Päckli. An jedem Anlass nahmen 100 bis 150 Leute teil. Am 17. Januar 2016 waren es 300 Leute. Ich erzählte auch von den Menschen in der Schweiz, die diese Päckli gemacht haben. Es waren Glücksmomente und die Menschen staunten. Sie konnten es kaum glauben und waren sehr berührt.

 

Ein Cake als Dankeschön

Nicolay und sein Sohn Vladimir stammen aus der Stadt Selydowe in der Ostukraine, die fast komplett zerstört wurde. Sie hatten kein Zuhause mehr, kein Spital und keine Arbeit. So zogen sie in die Westukraine. Hier hatten sie keinen Zufluchtsort. Sie mieteten ein sehr kleines Zimmer, suchten sogar Essbares im Abfall. Sie sind einfach so dankbar für das Päckli aus der Schweiz und die darin enthaltenen nützlichen Dinge. Am nächsten Tag kamen sie zu unserem Kleingruppentreffen und brachten ein Cake mit. Ich war sehr berührt, weil ich wusste, wie arm diese Familie ist. Aber sie wollten sich bedanken, und dafür gaben sie ihr ganzes Erspartes aus.

 

Freundschaften entstehen

In diesen Tagen habe ich auch mit Irina gesprochen, die aus Donezk flüchtete (Foto). Vor Kriegsausbruch hatte sie eine gute Arbeitsstelle und eine schöne Wohnung; die Kinder gingen zur Schule. Dann begann der Krieg. Bomben schlugen bei ihnen im 9. Stock ein, doch sie überlebten, standen unter Schock. Sie entschlossen sich, in die Westukraine zu fliehen. Hier ist das Leben hart für sie. Sie finden keine Arbeit und die Mietzinsen sind sehr hoch. Wir gaben ihnen Weihnachtspäckli, erzählten ihnen von Gott und von den Menschen in der Schweiz, die diese Päckli gemacht haben. Sie konnten es kaum glauben. Nun pflegen wir regelmässigen Kontakt mit dieser Familie. Eine gute Gelegenheit, dass sie mehr von Jesus erfahren.

Danke allen, die an der Aktion Weihnachtspäckli mitwirkten. Das ist nicht nur eine grosse Hilfe, es gibt grosse Hoffnung! •