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Moldawien: Aufruf zum Handeln!

September 2019 - Unsere Region war der Brot- und Fruchtkorb der UdSSR, aber als diese in den frühen 1990er Jahren samt ihrer Wirtschaft zusammenbrach, waren die Folgen Firmenschliessungen, Arbeitslosigkeit und Armut. Das Feilschen um Nahrungsmittel begann, hungrige Strassenkinder und bettelnde Menschen gehörten zum traurigen Alltag. In diese Welt wurden wir (Familie Reutki und Team) hineingeboren, darin leben wir und dienen wir. Hoffnungslosigkeit ist allgegenwärtig, Kinder wachsen häufig ohne ihren Vater auf und viele von ihnen geraten in die Falle des Drogen- und Menschenschmuggels.

Laos – An der Seite der Untergrundgemeinden

Unser Herz schlägt dafür, lokale Gemeinden zu stärken, Kinder zu versorgen, ihnen die Gute Nachricht vom Evangelium zu erzählen und sie zu begleiten, u.a. durch Tagesstätten.
Als wir den Strassenkindern etwas zu Essen gaben, kam ein Kind zu mir uns sagte: «Herr Oleg, Gläubige sagen nicht viel, aber sie tun viel.» Das Tun bedeutet, dass wir täglich hingehen und ihnen Mahlzeiten anbieten, sie lehren zu beten und Gott zu danken.

Gemeinsam anpacken 
hmk. Wir erkannten, dass unsere Regierung diese Probleme nicht lösen kann, sondern dass wir gemeinsam anpacken müssen und Veränderung bewirken können. Wir eröffneten Häuser für Waisenkinder, um ihnen das zu geben, was sie so dringend brauchten: Fürsorge, Liebe und Schutz. In diesen sogenannten Übergangsheimen erhalten die Kinder ein Dach über dem Kopf, Essen, Schuldbildung, medizinische Versorgung und lernen Jesus Christus kennen. Es ist für uns immer eine grosse Freude zu sehen, wenn ihr Leben durch diese Fürsorge verändert wird.

Wo Hoffnung ist

Vor ein paar Wochen haben einige der Kinder, um die wir uns kümmern, ihren Schulabschluss gemacht, einige den Collegeabschluss. Eine davon ist Ekaterina. Sie ist ein Roma Kind aus einem Waisenhaus in Nordmoldawien. Wie Sie vielleicht wissen, weist die Volksgruppe der Roma eine der grössten Analphabetisierungsraten Europas auf, Sie werden marginalisiert und verachtet. Es war uns so eine Freude zu sehen, wie Ekaterina Lesen und Schreiben lernte. Das Essen, die Fürsorge und die Liebe, die sie im Übergangsheim bekam, halfen ihr, an Leib und Seele zu wachsen, und eines Tages lud sie Jesus in einem unserer Ferienlager in ihr Leben ein. Gerade vor einer Woche hat sie die Ausbildung am College als Kindergärtnerin erfolgreich abgeschlossen. Ekaterina meint dazu: „Mit Jesus sind alle Dinge möglich!“

„Gläubige reden nicht viel, sondern sie tun viel!”
Weil wir uns um diese verwaisten Jungen und Mädchen gekümmert haben, können wir jetzt eine neue Generation von jungen Leuten heranwachsen sehen, die darauf brennen, Menschen zu lieben und zu dienen, die in derselben oder sogar noch schlimmeren Situation sind als die, in der sie einmal waren. Wir freuen uns, dass zehn Mädchen aus unseren Übergangshäusern bereits als Sozialarbeiterinnen in verschiedenen Bereichen tätig sind. Zwei junge Frauen helfen als Freiwillige bei der Essensausgabe an Strassenkinder mit. Über 30 Kinder bekommen täglich Essen, medizinische Hilfe, Worte der Ermutigung und individuelles Gebet. All dies hat nicht nur eine positive Wirkung auf die Kinder, sondern auch auf unsere Beziehung zur Regierung, zu den Kirchen und zu anderen Nichtregierungsorganisationen und motiviert unser Umfeld. Einer dieser inspirierenden Augenblicke war, als ein Regierungsvertreter sagte: „Gläubige reden nicht viel, aber sie tun viel!“ Einer der Jungen sagte: „Monatelang haben wir Abfälle gegessen, aber jetzt haben wir richtiges, sauberes Essen und wir fühlen uns nicht mehr wie Hunde, sondern als menschliche Wesen.“ Wir danken Gott für die Menschen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen.

Wer sind die Menschen, zu denen Gott Sie ruft?
Es ist unsere grösste Freude, unseren Glauben im Alltag konkret zu leben und dieses grosse Gebot zu erfüllen: „Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!‘, so tut ihr recht.“ (Jakobus 2,8).

Wer sind Ihre Nächsten? Bei wem sind Sie aufgefordert, zu einer bleibenden Veränderung beizutragen? Wie sieht der Schritt aus, den Sie machen müssen, um Ihren Glauben in Aktion umzusetzen? Wir können uns jeden Tag neu entschliessen, Menschen zu helfen, so dass sie Hoffnung, Würde und Leben wiedererlangen. Ich lade Sie zu dieser faszinierenden Reise ein – zur Ehre von und für Jesus Christus.

Oleg auf Schweizer Tournee

Vom 1. bis 8. September 2019 wird Oleg auf Schweizer Tournee sein und einen Einblick in seine Arbeit in Moldawien geben. Der Flyer mit den Anlässen liegt dieser verfolgt-Ausgabe bei.

Wollen Sie kurzfristig noch einen Anlass mit Oleg in Ihrer Kirchgemeinde vereinbaren? Kontaktieren Sie: rolf.rupp@hmk-aem.ch / Tel. 033 334 00 51