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„Aktion Weihnachtspäckli”: Weihnachtspäckli erreichen die Ostukraine

Ruslana mit ihren drei Kindern erhalten Weihnachtspäckli aus der Schweiz.

Auf diesem Weg leiten wir Ihnen ganz liebe Grüsse und Dank aus der Ostukraine weiter. Das Team von Pastor Elisey (lokaler HMK-Partner) dankt Ihnen für all Ihre Gebete und die Hilfe in den vergangenen Monaten. Das Team verteilte 925 Weihnachtspäckli in Flüchtlingsunterkünften und Kinderheimen. Rolf Rupp von der HMK war mit dabei.

Berührt von der Solidarität
„Wir haben Angst“, so Viktor, als wir ihn, seine Frau Ruslana und ihre drei Kinder besuchen und ihnen ein Weihnachtspäckli überreichen. Sie wohnen nur wenige Kilometer entfernt vom Separatistengebiet. „Wenn wir sehen, wie die Raketen aufsteigen, gehen wir jeweils sofort in unseren kleinen Gang in der Wohnung, weg von den Fenstern, für den Fall, dass Granatsplitter sie zerstören“, sagt Viktor. Er zeigt uns ein verbogenes Stück Metall, das er kürzlich am Einschlagort einer Rakete gefunden hat.

Die Familie harrt immer noch in ihrer bescheidenen Wohnung aus, trotz der ständigen Angst, getroffen zu werden. „Ja, die Kinder können in die Schule, doch Arbeitsplätze und Möglichkeiten für ein Einkommen gibt es keine mehr. Aber wohin sollen wir gehen?“ Während Ruslana ihre Situation beschreibt, kommen ihr die Tränen. Die ukrainischen HMK-Partner unterstützen die Familie bereits seit einigen Monaten, da ihnen durch den Krieg die Lebensgrundlage geraubt wurde. Die Päckli sind aber mehr als ein willkommener Zustupf für ihr Überleben. Sie sind ein Zeichen der Solidarität aus der Schweiz, eine Ermutigung.

Es ist eine „Geisterstadt”
Zahlreiche Menschen haben im Sommer 2014 die von den Separatisten besetzten Gebiete aufgrund der prekären Sicherheitslage Hals über Kopf verlassen. Darunter waren auch Pastor Elisey und sein Team. Damals dachten sie, dass sie in wenigen Tagen in ihre Stadt zurückkehren werden und liessen deshalb ihre Habseligkeiten in ihren Wohnungen zurück. Das ist nun bereits einige Monate her und an eine Rückkehr ist nicht zu denken.

In den Separatistengebieten fehlt es vielerorts an Nahrungsmitteln, Strom, Gas und immer wieder gibt es Schiessereien. Von den ursprünglich rund 50‘000 Einwohnern der Stadt, in der Elisey und sein Team wohnten, sind nur noch etwa 5‘000 Einwohner übriggeblieben. Es sind vor allem ältere Menschen, die ihr Zuhause nicht mehr verlassen wollten oder konnten. Es ist eine „Geisterstadt”.

Das Team von Elisey befindet sich seit einigen Monaten in der Nachbarstadt auf der anderen Seite der Frontlinie. Sie leisten Flüchtlingshilfe, Traumabewältigung, Seelsorge und organisieren Gebetsgruppen. Fast alle haben ihre Arbeitsstelle verloren und wissen nicht, was die Zukunft bringt. Die Hilfe aus der Schweiz ermutigt sie und die Weihnachtspäckli waren einmal mehr ein Highlight! Sie bitten um Ihre Gebete. Beten Sie, dass Gott sie beschützt und ihnen zeigt, wo und wie ihr Leben weitergeht.

 

Mehr Informationen: Aktion Weihnachtspäckli

Dein Päckli in der Ukraine

Die Ukraine ist geprägt von Armut und Korruption. Kriminalität, Alkohol, Drogen und zerrüttete Familien sind allgegenwärtig. Mit der «Aktion Weihnachtspäckli» erhalten bedürftige Familien, Waisenkinder, Witwen sowie Menschen in Spitälern und in Alkohol- und Drogenentzugskliniken ein Geschenk aus der Schweiz. Das können viele Menschen kaum fassen! Der Segen ist enorm und verändert Menschenleben.