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Nordkorea: Demonstration vor nordkoreanischer Botschaft in Bern

7‘000 Kerzen vor der nordkoreanischen Botschaft symbolisieren 70‘000 Gefangene Gläubige. (Foto: Fingerprint)

idea/Fingerprint/BZ./März 2015 – Die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea sind eklatant. 70‘000 Christen sind gegenwärtig aufgrund ihres Glaubens inhaftiert, müssen Zwangsarbeit leisten und werden gefoltert. Als Yong Bom Ri, Abgeordneter der nordkoreanischen Tourismusbehörde, am Messestand in Bern darauf angesprochen wurde, wich er aus. Dies sei eben eine Frage der Perspektive.

7‘000 Kerzen vor der Botschaft
Die christlichen Aktivisten vom Verein Fingerprint haben eine klare Perspektive. Sie machen auf die Ungerechtigkeit in Nordkorea, in dem freies Reisen nicht möglich ist, aufmerksam. Am 15. Januar um 19.30 Uhr demonstrierten sie vor der nordkoreanischen Botschaft in Bern. Mit einem Transparent, kreativen Aktionen und mit 7‘000 vor dem Botschaftsgebäude entzündeten Kerzen machten sie auf die Situation der Christen in Nordkorea aufmerksam.

Botschafter tauchte auf
Wie Stephan Maag von Fingerprint sagte, sei der nordkoreanische Botschafter erschienen und er sei gespannt, ob es noch zu einem politischen Nachspiel kommen werde. Auch Lokalbehörden und die Polizei seien vor Ort gewesen. „Natürlich werden wir weiter für unsere Brüder und Schwestern, die unter Druck stehen, beten“, beteuerte Maag.

Bevölkerung aufmerksam machen
„Es ist eine Aktion, die der Regierung in Nordkorea zeigen soll, dass wir Solidarität mit den eingesperrten und verfolgten Menschen in Nordkorea bekunden”, teilt Fingerprint mit. Mit der Protestaktion soll die Schweizer Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Verfolgung und Diskriminierung von Gläubigen beobachtet und nicht toleriert werde.