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Myanmar: „Die Hilfsbereitschaft dieser Christen beeindruckt uns”

Hunderttausende von Menschen waren bedroht, als der Zyklon Komen im August 2015 grosse Teile Myanmars überschwemmte. Im Gespräch mit unserem Projektleiter blickt der burmesische Dorfvorsteher U'Ta'Mau zurück.

hmk./ Januar 2017 - Nach heftigen Überschwemmungen erhielt die HMK den Notruf ihres burmesischen Projektpartners vor Ort: „Wir Christen versuchen zu helfen, so viel wir können. Unsere Mittel sind jedoch begrenzt. Unterstützen Sie uns?“ In Zusammenarbeit mit den einheimischen Partnernetzwerken koordinierte die HMK die Nothilfe für die Opfer der Flutkatastrophe und stellte Nahrungsmittel, Trinkwasser, Kleidung, Medikamente, Hygieneartikel und Decken zur Verfügung. Der zuständige Projektleiter der HMK besuchte das Katastrophengebiet und traf den Dorfvorsteher U'Ta'Mau. Der erzählt:

„In unserem Dorf leben 237 Menschen in 49 Häusern. Die Reisernte stand kurz bevor, als starke Winde viel Regen brachten. Der Fluss bei unserem Dorf schwoll sehr schnell an. Nachts konnten wir wegen dem vielen Wasser nicht mehr auf dem Boden bleiben, deshalb versammelten wir uns in denjenigen Häusern, die einen oberen Stock haben.

Die Freude der Menschen in den Katastrophengebieten Myanmars ist gross, als die dringend benötigten Hilfsgüter eintreffen. Foto: © HMK

 

Am nächsten Morgen stand das Wasser über einen Meter hoch. Alle Häuser waren überschwemmt und beschädigt, auch die Schule unserer 62 Kinder. Die Reisfelder waren zerstört, viele Tiere waren tot. Wir alle sind Selbstversorger und fürchteten um unser Leben. Wir hatten kein Trinkwasser mehr und mussten aus dem Fluss trinken. Das wenige Essbare, das wir noch hatten, war schnell aufgebraucht. Wir waren verzweifelt, doch dann kamen Hilfslieferungen: Reis, Trinkwasser, Öl, Salz, Bohnen, Fischpaste, Reisnudeln, Decken, Kerzen und auch Medikamente. Später erhielten wir Hilfe, um unsere Schule wieder aufzubauen.

In unserer dramatischen Notlage wurden wir nicht alleine gelassen. Unsere Dankbarkeit ist gross. Diejenigen, die uns geholfen haben, sind die Christen. Ihre Hilfsbereitschaft beeindruckt uns und wir werden sie nicht vergessen.”

Helfen

Nothilfe & Gesundheitsversorgung
Nebst der Nothilfe engagiert sich die HMK in Myanmar, indem sie die Gesundheitsversorgung bedürftiger Menschen durch die „Compassion“-Klinik in Mandalay unterstützt. Ärzte und Pflegepersonal kümmern sich um die körperlichen Nöte der Bevölkerung. Mittels einer mobilen Klinik können auch Menschen in abgelegenen Regionen medizinisch versorgt werden.

Gemeindebau & Gospel-DVDs

Als HMK unterstützen wir burmesische Gemeindegründer und tragen die Ausbildung von Gemeindeverantwortlichen mit. Die Nachfrage in der Bevölkerung nach Gottes Wort ist gross, und so unterstützen wir die Produktion und den Vertrieb von burmesischen Gospel-DVDs.

Wollen Sie unser Engagement in Myanmar unterstützen? Mit 120 Franken (110 Euro) können Sie die Lebenshaltungskosten eines Gemeindegründers samt Familie einen Monat lang übernehmen.