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Mauretanien: Im Scharia-Land unterwegs mit Jesus

In Mauretanien, einem Land fernab der internationalen Aufmerksamkeit, gibt es treue Jesus-Nachfolger. Sie bauen Reich Gottes und bringen Zukunftshoffnung in eine trostlose Einöde.


hmk./ Dezember 2017 – Geopolitisch ist Mauretanien nicht interessant und so erstaunt es nicht, dass das westafrikanische Land kaum internationale Beachtung findet. Moscheen schiessen zwar wie Pilze aus dem Boden, hingegen bleiben die Schulbildung, die Wasser- und Elektrizitätsversorgung, die Abfallentsorgung, das Strassennetz und das Gesundheitswesen unterentwickelt.

Islamismus und Armut

Pro-islamistische Journalisten stellen die einheimischen Christen in der Öffentlichkeit bloss und bringen sie dadurch in Lebensgefahr. Die Behörden geben zu verstehen, dass ihre Gesetzesgrundlage die Scharia ist, die islamische Rechtsprechung. Islamisten bekleiden wichtige Ämter, der Terrorismus in der Sahelzone pflegt starke Verbindungen in der Region. Jede dritte Person lebt unter der Armutsgrenze, jede zweite ist minderjährig. Die junge Generation hat die Hoffnung verloren und sucht nach Möglichkeiten, wie sie das Land verlassen kann.

In Mauretanien geben die Behörden zu verstehen, dass ihre Gesetzesgrundlage die Scharia ist. Foto: © HMK

Hoher Preis für Jesus-Nachfolge

Inmitten dieser scheinbar aussichtslosen Lage finden Menschen Hoffnung und Halt in Jesus Christus. Bruder Yahya* ist einer von ihnen: „Gott sprach unmissverständlich zu mir. Zwei Mal in einem Traum und einmal in einer Vision. Ich gehorchte Ihm und verkaufte mein Hab und Gut, zog mit meiner Frau und meinen drei Kindern in eine andere Stadt. Dort gab es viele Flüchtlinge aus Mali, die vor Al-Qaida geflohen waren. Ich handelte mit Ziegen und bald war meine Herde gross genug, damit wir über die Runden kamen und den Flüchtlingen helfen konnten.“


Durch das Engagement von Yahya entstanden innerhalb von zwei Jahren sieben Hauskirchen, für die er die Verantwortung trug. Zudem betreute er in der Umgebung über 100 weitere ehemalige Muslime, die zum Glauben an Christus gefunden hatten. Yahya: „Doch das war den Islamisten ein Dorn im Auge. Sie raubten mir fast alle Tiere und drohten, mich umzubringen. Um mich und meine Familie in Sicherheit zu bringen, zog ich in eine neue Stadt. Nun bin ich selber ein Flüchtling und fange wieder von vorne an.“

Als HMK unterstützen wir in Mauretanien Menschen wie Yahya. Helfen Sie uns dabei? Der Kauf einer trächtigen Ziege kostet rund 100 Franken (87 Euro).

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.