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Marokko: Die Ruhe nach dem Sturm

Nach der heftigen Verfolgung ist neue Hoffnung spürbar.

Wenn das Jahr 2010 für Marokko als Jahr der grossen Christenverfolgung in Erinnerung bleiben wird, dann könnte im 2011 die Ruhe nach dem Sturm folgen.

 

hmk./August 2011 – „Zurzeit sind alle Christen noch geschockt, eingeschüchtert und vorsichtig. Es ist wie nach einer grossen Tsunamiwelle, wenn das Wasser vom aufgewirbelten Schlamm noch trüb ist. Danach senkt sich der Schlamm langsam, das Wasser wird klarer, der Boden wird wieder erkennbar. So geht es uns zurzeit.“ Das erklärte ein marokkanischer Christ der HMK. Seiner Meinung nach brachte die Verfolgungswelle nicht nur Negatives, sondern kann auch als gesunder Prozess der Läuterung verstanden werden. Aus der Kirchengeschichte ist bekannt, dass nach solchen dramatischen Erfahrungen die Gemeinde besonders an Reife, Tiefgang und Wachstum gewann. Seitens der Behörden scheint den marokkanischen Christen wieder weniger Gefahr zu drohen. Darum hoffen und beten wir mit unseren Geschwistern in Marokko, dass die Gemeinde von Jesus sich neu orientiert und schon bald gestärkt wieder auf die Beine kommt.


Vor kurzem nahm ein marokkanischer Christ telefonisch an einer nationalen Radiosendung teil, an welcher Fragen zum neuen Ehegesetz besprochen wurden, durch welches die Stellung der Frau erheblich verbessert wird. Während der Sendung gab sich unser Freund als Christ zu erkennen und sagte: „Für mich als Christ - und so wie mich gibt es noch viele - ist es nicht möglich, anders zu heiraten und uns registrieren zu lassen, als auf die islamische Weise.“ Die Moderatorin erschrak dermassen, dass sie ihn wohl versehentlich aus der Leitung kippte. Auf seine Frage hin meinte die Gastrednerin später: „Es stimmt, dass marokkanischen Christen in Marokko ihre Minderheitsrechte nicht gewährt werden. Doch nur Gott kann bewirken, dass ihre Rechte einmal anerkannt werden.“ Genau das glauben wir auch: Gott alleine kann unseren Geschwistern zum Recht verhelfen. Und Er tut es auch. Gemeinsam erwarten wir, dass Gott in Marokko Seine Gemeinde auch nach dem Sturm weiterbaut. Dies wollen wir als HMK bestmöglich unterstützen.

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

Amara*: „Mein Mann wurde wiederholt wegen seines Glaubens verhaftet. Eines Tages haben sie ihn während eines Gottesdienstes abgeführt.“ Trotz Verfolgung sind Amara und ihr Mann in ihrer Heimat ein Zeugnis für Jesus. Die Gemeinden wachsen! Rüsten Sie die Gemeindegründer in Nordafrika aus, damit sie ihren Dienst tun können?