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Marokko: Auf dem Radar der Sicherheitskräfte

Sonnenuntergang in Marokko. Legen wir es getrost in Gottes Hände, was der nächste Tag für die marokkanischen Christen bringen mag.

Die marokkanischen HMK-Partner betreuen und vernetzen ihre Glaubensgeschwister in Marokko. Die Freude am umgebauten Schulungszentrum ist gross.

hmk./August 2015 -
Ali* ist sehr erfreut über das fast fertig umgebaute Ausbildungs- und Begegnungszentrum, das bald in Betrieb genommen wird. Ein Jahr lang haben er und sein Team bei den Renovationen viel Herzblut dafür investiert. „Das Zentrum bietet Platz für 25 Personen. Hier können wir Schulungen durchführen, gemeinsam essen und es dient uns auch als Gästeunterkunft“, so Ali.

Die Lokalität ist einfach aber zweckdienlich ausgestattet. „Wir betreuen suchende Menschen aus ganz Marokko, die sich bei uns per Internet melden. Sie haben in den Satelliten-TV-Sendungen die Zeugnisse ihrer Landsleute gesehen, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben.“ In letzter Zeit hätten sie immer mehr Anfragen erhalten, sodass heute drei Personen mit deren Betreuung vollständig ausgelastet seien. Das Büro für diese Arbeit ist ebenfalls im neuen Zentrum untergebracht.

Sicherheitskräfte stehen vor der Tür
Ali erzählt der HMK: „Vor kurzem bekam unsere Regionalleiterin Besuch von zivilen Sicherheitskräften. Sie erschrak, als sich die Männer an der Türe auswiesen, gab aber ihrem Wunsch nach Eintritt nach und bat sie in die Wohnung. Drinnen sagten ihr die Sicherheitskräfte, dass sie genau wissen, dass sie Christin ist. Sie seien über ihre Aktivitäten informiert, auch über die Hausgottesdienste. Falls sie irgendwelche Schwierigkeiten mit Islamisten bekommen sollte – seien es Drohungen oder auch nur, dass sie etwas Verdächtiges beobachtet – solle sie es ihnen melden. Sie seien um ihren Schutz besorgt.“ Ali geht davon aus, dass die Sicherheitsbehörden ihr signalisieren wollten, dass sie genau im Bild seien. Trotzdem fiel der Regionalleiterin ein Stein vom Herzen. Dieser Besuch war für sie rückblickend eine angenehme Überraschung. Es sei ein Zeichen, dass Gott ihre Gebete für die Obrigkeiten erhöre.

Im Sommer 2015 findet im fertig umgebauten Zentrum eine Seminarwoche für Personen statt, die frisch zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben und mehr über den christlichen Glauben erfahren möchten. Mit 42 Franken (40 Euro) können Sie einer Person die Teilnahme an diesem einwöchigen Seminar ermöglichen.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

Amara*: „Mein Mann wurde wiederholt wegen seines Glaubens verhaftet. Eines Tages haben sie ihn während eines Gottesdienstes abgeführt.“ Trotz Verfolgung sind Amara und ihr Mann in ihrer Heimat ein Zeugnis für Jesus. Die Gemeinden wachsen! Rüsten Sie die Gemeindegründer in Nordafrika aus, damit sie ihren Dienst tun können?