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Madagaskar: Wenn es mit dem Reis klappt

hmk./ November 2019  – Plötzlich stand unser Projektleiter für Madagaskar Miary gegenüber und nahm Anteil an ihrer Situation. Ein Bericht aus erster Hand.

Ein bekannter Werbespruch in der Schweiz lautet: „Mit Ovo kannst du’s nicht besser. Aber länger.” Ein ähnliches Sprichwort in Madagaskar bedeutet frei übersetzt: „Wenn es mit dem Reis klappt, klappt alles und wenn es mit dem Reis nicht klappt, klappt nichts.“ Auf meiner Reise quer durch Madagaskar kam ich immer wieder an Reisfeldern in verschiedenen Stadien und Farben ihrer Entwicklung (von grün nach gelb) vorbei. Mir wurde gesagt, wie wichtig im Vergleich zur Ovo der Reis im Leben und Überleben der Menschen vor Ort ist. Eine Mahlzeit ohne Reis gilt oft nur als Snack und nicht als richtige Mahlzeit. Wiederum für andere ist Reis von zentraler Bedeutung für ihr tägliches Überleben. Je nach Wechselkurs kostet ein Sack rund 30 Franken (25 Euro), was für viele von uns erschwinglich ist, für Familien wie die von Miary aber eine riesige Summe bedeutet.

 

Ohne Unterstützung knapp eine Mahlzeit Reis am Tag
Als Mutter von 12 Kindern hat Miary mehr als beide Hände voll zu tun. Hinzu kommt noch, dass ihr Mann vor kurzer Zeit an Krebs starb. Die älteren Kinder helfen bei der Betreuung der jüngeren fleissig mit und Miary gibt ihr Bestes, um für ihre Kinder zu sorgen. Sie wäscht für andere in der Nachbarschaft als Einkommensquelle, verdient aber umgerechnet lediglich um die fünf Franken (vier Euro) in der Woche und kann sich ohne finanzielle Unterstützung am Tag nur knapp eine Mahlzeit Reis mit wenig bis nichts dazu für ihre Familie leisten.


Familien ganzheitlich fördern
Seit vielen Jahren unterstützen wir als HMK in Madagaskar zwei Waisenhäuser und wollen das auch weiterhin tun. Neu sehen wir aber auch die Priorität, mit lokalen Partnern zu arbeiten, welche Familien wie die von Miary gezielt unterstützen. Wenn sich Familien positiv entwickeln, können sie ihrerseits so eine gesunde Entfaltung der Kinder ermöglichen. Im kleinen Rahmen arbeiten wir deshalb mit mehreren lokalen Partnern, die ihrerseits Familien bedürfnisgerecht fördern. Durch den Mittagstisch für Kinder aus armen Familien bekommen die Kinder einen wichtigen Zuschuss für ihre gesunde Entwicklung. Sie erhalten auch Betreuung bei ihren Hausaufgaben sowie Unterstützung bei anderen Herausforderungen und erleben so die Liebe Gottes ganz praktisch. Aber nicht nur Kinder, sondern auch deren Eltern werden mittels Hausbesuche konkret in ihrer Rolle ermutigt und unterstützt.


Ein Beitrag zur gesunden Entwicklung der nächsten Generation

Wenn Sie die nachhaltige Unterstützung von Familien in Madagaskar auch auf dem Herzen haben, laden wir Sie ein, Familien wie die von Miary zu unterstü-tzen. Ein Sack Reis zum Beispiel bewirkt in Madagaskar viel, und die ganzheitliche Unterstützung von Familien wie die von Miary leistet einen wichtigen Beitrag für die gesunde Entwicklung der nächsten Generation.

Eine Frau und ihr Kind im Kinderheim der lokalen HMK-Partner. Foto: © HMK