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Madagaskar: Lobpreis statt Asche

Das von einem Mob in Brand gesteckte Gemeindehaus wurde vollständig zerstört.

Im Südosten Madagaskars hat ein wütender Mob während eines Gottesdienstes ein christliches Gemeindehaus angegriffen und niedergebrannt. Inzwischen hat der Wiederaufbau begonnen und das Gemeindewachstum schreitet ungebremst voran.

 

hmk./April 2014 – as am südöstlichen Rande Afrikas gelegene Madagaskar ist die viertgrösste Insel der Welt. 22,5 Millionen Menschen verschiedener Religionen und Ethnien leben auf der als Naturparadies bekannten Insel im Indischen Ozean. Doch dieser friedliche Eindruck täuscht, wie der Bericht eines madagassischen Christen aus dem ländlichen Südosten des Landes zeigt, wo christliche Minderheiten immer wieder bedroht werden.

 

Gemeindehaus niedergebrannt

„Es war Sonntag, und wir feierten Gottesdienst in unserem kleinen Gebäude. Während der Feier hörten wir von draussen plötzlich viel Lärm. Leute aus dem Dorf umzingelten das Haus. „Sie wollten unsere Versammlung stören“, sagt Pastor Rasoleiman*. Kurz darauf setzte der Mob das Holzgebäude in Flammen. Alles verbrannte, ebenso der dazugehörende kleine Lebensmittelladen und eine grössere Menge Bücher und Solarradios. Obwohl niemand ernsthaft verletzt wurde, war dieser Angriff für die Versammelten ein grosser Schock.

Doch das Pastorenehepaar liess sich nicht entmutigen. Die Gemeinde versammelte sich weiterhin zum Gebet, und hatte auf einmal Zulauf von jungen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern. Innerhalb weniger Wochen war die Gemeinde von 36 auf über 100 Personen angewachsen. Pastor Rasoleiman ist ermutigt: „Es ist ein wirklicher geistlicher Aufbruch hier. Wir sind Gott so dankbar!”

 

Helfen Sie, die Kirche aufzubauen?
Die HMK hilft madagassischen Christen, die in ihrem Heimatland wegen ihrer Glaubensüberzeugung Schaden erleiden. Die lokalen HMK-Partner haben bereits mit den Aufbauarbeiten des Gemeindehauses begonnen. Wollen Sie das Projekt finanziell unterstützen? Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf mehrere Tausend Euros.

Sollte das Gemeindehaus finanziert sein, kommt Ihre Spende den weiteren HMK-Projekten in Madagaskar zugute: Einem Kinderheim mit Schule, einer Zahnarzt- und Arztpraxis, einer Apotheke sowie drei christlichen Radiostationen.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.