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Libyen: Im Gewahrsam islamistischer Milizen

Mahmud ist Gott dankbar, dass er die Entführung von Ansar al-Sharia überlebt hat. (Symbolbild)

Libyen hat mit seinem Bürgerkrieg und dem Sturz Gaddafis eine schwierige Zeit durchgemacht. Die Situation ist nach wie vor unsicher, auch für die wenigen Christen im Land. Wir helfen ihnen, damit sie in ihrem Umfeld einen positiven Einfluss auf ihre Mitmenschen haben können.

hmk./August 2013 - Mahmud* ist Libyer und findet zum Glauben an Jesus. Er macht nie ein Geheimnis daraus, und um ihn herum entscheiden sich weitere Menschen, Jesus Christus nachzufolgen. Während dem Sturz von Gaddafi erfreut sich Mahmud mit seinen Freunden grösserer Freiheit und Akzeptanz.

Von Milizen entführt…
Doch leider ist dieser Zustand nur von kurzer Dauer: Schon bald kontrollieren gewaltbereite Milizen die Stadt. Eine Brigade davon nennt sich Ansar al-Sharia, was soviel bedeutet wie „Partisanen für das islamische Gesetz“. Ihnen fallen Daten des ehemaligen Geheimdienstes in die Hände, in welchen sie detaillierte Angaben zu Mahmuds Abfall vom Islam finden. Kurz darauf entführen sie Mahmud. Ansar al-Sharia verlangt jedoch kein Lösegeld. Während Tagen wissen wir nicht, wo Mahmud ist, wie es ihm geht (er leidet an Diabetes) und ob er noch lebt. Wir müssen damit rechnen, dass Mahmud vielleicht hingerichtet worden ist, wie das in der Vergangenheit schon mit anderen Entführten geschah. Seine Frau sucht ihn überall. Auch die Regierung kann seinen Verbleib nicht in Erfahrung bringen, da Ansar al-Sharia eigenmächtig operiert und eigene Ziele verfolgt.

…und unversehrt befreit
Zwei Wochen nach Mahmuds Entführung stürmt die Zivilbevölkerung den Stützpunkt von Ansar al-Sharia und jagt die Kämpfer in die Wüste. Sie haben genug von den Männern in afghanischen Kleidern, welche einzig mehr Islam bringen wollen. Im gestürmten Stützpunkt wird Mahmud gefunden und befreit. Er lebt! Zusammen mit seiner Familie sind wir unglaublich erleichtert und Gott dankbar für seine Rettung.

Hilfe, die ankommt
Als HMK unterstützen wir in Libyen christliche Leiter, vernetzen und schulen einheimische Christen und helfen Menschen in Not. Um unseren Auftrag zielgerichtet ausführen zu können, arbeiten wir mit Libyern zusammen, die eine Vision haben für ihr Land. Das ist keine leichte Aufgabe in einer Nation, die noch bis vor kurzem jahrzehntelang von einem totalitären Regime unterdrückt wurde und in der Islamisten teilweise freie Hand haben.

Wenn Sie unsere Arbeit für die Christen in Libyen unterstützen wollen, können Sie uns Ihre Spende zukommen lassen. Herzlichen Dank!

 

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

Amara*: „Mein Mann wurde wiederholt wegen seines Glaubens verhaftet. Eines Tages haben sie ihn während eines Gottesdienstes abgeführt.“ Trotz Verfolgung sind Amara und ihr Mann in ihrer Heimat ein Zeugnis für Jesus. Die Gemeinden wachsen! Rüsten Sie die Gemeindegründer in Nordafrika aus, damit sie ihren Dienst tun können?