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Libyen: Eine Stimme für die Stimmlosen

Beten Sie für die wenigen libyschen Christen, die noch in ihrer Heimat ausharren. (Symbolbild)

Pastor Adil* hatte vor ein paar Monaten einen Schlaganfall erlitten. Die Motorik hat er inzwischen zwar weitgehend wieder erlangt, sprechen kann er aber immer noch nicht.

hmk./November 2015 -
Nur mit Mühe kann Pastor Adil sich mit uns verständigen. „Halleluja“ und „Amen“ sind die einzigen Worte, die er während unserer Anwesenheit über die Lippen bringt. Dass er kaum mit seiner Familie kommunizieren kann, bringt ihn fast zur Verzweiflung.
Kürzlich zog Adil mit seiner Familie von Libyen nach Ägypten, weil dort die medizinische Betreuung bedeutend besser ist als im kriegszerrütteten Libyen. Dort diente er lange als Pastor einer evangelischen Gemeinde. Auf den ersten Blick erstaunt es, dass es in Libyen unter Diktator Gaddafi anerkannte Kirchen gab. Doch die Anerkennung galt nur für ausländische Gemeinschaften – an den Gottesdiensten durften keine libyschen Christen teilnehmen. Die Kontrolle war stark, und trotzdem wuchs die Gemeinde von Adil. Er pflegte viele Beziehungen zu libyschen Christen und kümmerte sich um sie.

Katastrophale Sicherheitslage
Seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes im Jahr 2011 hat sich die Lage für alle Christen im Land drastisch verschlechtert. Die Sicherheitslage ist äusserst prekär, die Wirtschaft ist am Boden und die Preise sind stark gestiegen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist verloren gegangen. Für die Christen in Libyen ist die Situation unsäglich schwer. Und dass dann Schlüsselpersonen wie Adil auch noch schwer krank werden, ist aus menschlicher Sicht unverständlich.

Medizinische Versorgung
Als HMK stehen wir Adil seit seinem Schlaganfall medizinisch zur Seite. Über unser Netzwerk vor Ort verhalfen wir ihm zu einer Rehabilitation in Ägypten. Regelmässig stehen wir in Kontakt mit ihm, was ihn sehr ermutigt. Der Kontakt mit der HMK ist für Adil und seine Familie ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.
Die medizinische Versorgung und Rehabilitation von Adil und die Lebenskosten für seine Familie verursachen monatliche Kosten von 600 Franken (560 Euro). Wollen Sie finanziell dazu beitragen, dass die Not von Christen wie Adil gelindert werden kann? Die Betroffenen werden Ihnen dankbar sein.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

Amara*: „Mein Mann wurde wiederholt wegen seines Glaubens verhaftet. Eines Tages haben sie ihn während eines Gottesdienstes abgeführt.“ Trotz Verfolgung sind Amara und ihr Mann in ihrer Heimat ein Zeugnis für Jesus. Die Gemeinden wachsen! Rüsten Sie die Gemeindegründer in Nordafrika aus, damit sie ihren Dienst tun können?