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Libyen: Ägyptischer Christ in Haft gestorben

mst./Juli 2013 – Wiederholte Folter mit Elektroschocks wirkten sich wahrscheinlich auf das Herzleiden eines ägyptischen Christen, der der „Evangelisation” in Libyen beschuldigt wurde, derartig aus, dass er im Gefängnis starb. Ezzat Hakim Abdallah starb am 10. März in einem Gefängnis in Tripoli. Der 45-Jährige war von einer islamischen Miliz, die sich Präventive Sicherheitsgruppe nennt, am 13. Februar 2013 in Benghazi ohne ordentlichen Haftbefehl verhaftet worden. Damals jagte die PSG nach ausländischen Christen, die sie beschuldigte, das Christentum unter Muslimen verbreitet zu haben. Die PSG ist eine interne Polizei, die während der libyschen Revolution von regionalen Rebellenführern gebildet wurde. Abdallah wurde einmal während seiner Haft, am 6. März 2013, in ein Spital gebracht, Aber er kam zurück ins Gefängnis, weil das medizinische Personal ihn entweder nicht richtig behandeln wollte oder konnte, heisst es

Die libyschen Behörden sagten seiner Familie, er sei im Gefängnis zusammengebrochen und an zu hohem Blutdruck gestorben. Die ägyptische Botschaft erklärte, der Ägypter sei wahrscheinlich an „natürlichen Ursachen” gestorben. Das erstaunt wenig, denn Ägypten ist ein Land, in dem die Mehrheit der Bevölkerung der Meinung ist, das jemand, der den Islam verlässt, die Todesstrafe verdient. Abdallah hinterlässt einen 15-jährigen Sohn und eine 11-jährige Tochter. Abdallah hatte einen Handyladen in Benghazi. Er wurde im Rahmen einer Razzia nach ausländischen Christen verhaftet. In der Woche um den 10. Februar wurden sieben Christen gefasst, darunter vier Ägypter. In der Woche darauf gab es einen weiteren schwerwiegenden Vorfall. Milizen nahmen am 17. Februar Dutzende von koptischen Christen gefangen, beschuldigten sie, Muslimen gepredigt zu haben, und sperrten sie in ein Lager. Man schor zahlreichen von ihnen den Kopf kahl und zwang viele zu Schwerarbeit. Ein evangelischer Geistlicher, der direkt mit Christen in Libyen arbeitet, sagte, das Klima habe sich im Land gegenüber Christen in den letzten paar Jahren dramatisch geändert. Er sagte: „Heute mögen sie Christen nicht. Sie dulden sie noch nicht einmal. Sie merken, dass viele Muslime Christen werden. Und deswegen sind christliche Arbeiter in Gefahr.”

Abdallah war in der koptischen Gemeinde als tiefgläubiger Christ weitum bekannt. „Er war ein sehr freundlicher Mensch”, sagte ein Pastor mit Verbindungen nach Libyen. „Er war ein Mensch, der gerne half, wo immer er konnte.”

Gemeindegründer Mohammed aus Nordafrika erzählt…

Mein Name ist Mohammed. Ich war früher Muslim. Ich war jemand, der den Islam praktizierte, Erholung und Frieden suchte, und versuchte, Gott zu gefallen. Doch eines Tages ist etwas geschehen...

Verfolgt und trotzdem ermutigt

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