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Laos: „Was uns bleibt, ist die Hoffnung in Jesus”

Palani und seine laotischen Glaubensgeschwister werden wegen ihres Glaubens an Jesus von den Behörden unterdrückt. (Symbolbild)

hmk./Dezember 2016 - Laut der Aussage eines laotischen Regierungsvertreters in Europa „werden in Laos Christen mit Sicherheit nicht ihres Glaubens wegen verfolgt.“ Tatsächlich? Palani* ist laotischer Christ und berichtet aus erster Hand über die Christenverfolgung in seiner Heimat.

Palani, von offiziellen laotischen Regierungsvertretern wird bestritten, dass es Christenverfolgung in Laos gibt. Was meinen Sie?
Ich und meine Familie kamen zum Glauben an Jesus Christus und in den Jahren darauf weitere Menschen in unserem Dorf. Dann fing die Verfolgung an. Die Behörden haben uns verboten, uns frei im Dorf zu bewegen, weil wir Christen sind. Sie nahmen uns die Wasserbüffel und die Kühe weg. Sie drohten uns mit der Aufforderung, dem christlichen Glauben den Rücken zu kehren. Einige hielten diesem Druck nicht stand. Wir waren noch sieben Familien, die unseren Glauben an Jesus nicht aufgaben. Also nahmen uns die Behörden alles weg, was wir besassen: 14 Schweine, 400 Hühner und eine Kuh. Schlussendlich haben sie unsere sieben Häuser zerstört und wir alle (57 Personen) wurden sechs Kilometer weit aus dem Dorf vertrieben. Wir erstellten eine notdürftige Unterkunft und ernährten uns aus dem Dschungel.

Wurden Sie dann in Ruhe gelassen?
Nein. Sobald wir uns einigermassen niedergelassen hatten, teilten uns die Behörden mit, dass wir zu nahe an der Strasse seien. „Christen sind eine Schande für unser Land und müssen deshalb im Wald leben“, sagten sie uns. Wir bauten also im Wald bei einem Fluss einfache Häuser. In der Regenzeit schwoll der Fluss jedoch stark an, und so begannen wir, bessere Häuser zu bauen. Dafür benötigten wir drei Monate. Kaum waren wir fertig, teilten uns die Behörden mit, dass dieses Land für den Reisanbau bestimmt sei und wir zu verschwinden hätten. Also zogen wir erneut um.

Wie ist die Situation heute?
Heute sind wir eine Gruppe von zwölf Familien, die Jesus nachfolgen. Sobald wir Reisfelder anlegen, werden sie von den Behörden zerstört. Oftmals leiden wir Hunger und sind krank. Das Schlimmste ist, dass die Kinder nicht zur Schule zugelassen werden. Immer wieder werden wir von den Behörden aufgefordert, unseren christlichen Glauben aufzugeben.

Was können wir für Sie tun?
Obschon wir Verfolgung erfahren, sind wir dankbar, dass wir Jesus kennen. Das ist wichtiger als alle Nachteile. Bitte, beten Sie für uns. Gerne würden wir an einem Ort wohnen, wo wir Land haben, wovon wir leben können.

Haben Sie es auf dem Herzen, unsere verfolgten Glaubensgeschwister in Laos auch finanziell zu unterstützen? Mit 90 Franken (82 Euro) tragen Sie wesentlich dazu bei, dass wir Verfolgte in Laos fallspezifisch unterstützen können.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.