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Kuba: Das Treffen mit Pastor Guillermo

Pastor Guillermo* schaut auf sein bewegtes Leben zurück, das auch von Verfolgung gezeichnet ist. (Symbolbild)

Pastor Guillermo* fand während der kommunistischen Revolution im Jahr 1959 zum Glauben an Jesus. Damals kam das Castro-Regime an die Macht. Er erzählt mir, was seither geschah.

hmk./Oktober 2013 – Sein Lebensweg hat Pastor Guillermo gezeichnet. Während des Gesprächs mit ihm wird mir bewusst, welch grosse Lebenserfahrung und Weitsicht dieser Mann hat. Sein Mut beeindruckt mich und ob seinem Humor muss ich etliche Male schmunzeln. Während der Unruhen der kommunistischen Revolution im Jahr 1959 entschloss sich Guillermo, Jesus nachzufolgen. Doch mit der Revolution begann auch die systematische Diskriminierung und Unterdrückung der Christen. Das bekam auch Guillermo zu spüren: Die Behörden haben ihm sein Geschäft einfach weggenommen. „Doch Jesus hat mein Leben, meine Ehe, meine Familie und auch meinen Dienst als Pastor immer geschützt und erhalten”, so Guillermo.

Rasantes Gemeindewachstum
Während der Wirtschaftskrise in den 90er Jahren suchten viele Kubanerinnen und Kubaner Halt in Gott, und die Gemeinden fingen an zu wachsen. In der Provinz, wo Guillermo seinen Dienst als Pastor begann, gab es damals nur eine einzige Gemeinde mit knapp 50 Mitgliedern. „Heute zähle ich 49 Kirchen! Hinzu kommen noch etliche Hausgemeinden, und das Wachstum schreitet immer noch rasant voran!”, erzählt mir Guillermo.

Voller Begeisterung
Ich staune ob der friedlichen und demütigen Haltung von Pastor Guillermo. Da ist keine Bitterkeit oder Hass vorhanden. Und immer wieder stellt er Gott ins Zentrum. Als ich ihn nach seinem Wunsch für seine Heimat frage, antwortet er: „Als kubanische Christen müssen wir uns von der Angst entgiften, die uns lähmt! Die christliche Gemeinde in Kuba ist sich immer noch nicht bewusst, welchen Einfluss sie haben könnte. Wir müssen diese Verantwortung wahrnehmen."

Das Gespräch mit Guillermo führte der HMK Projektleiter für Kuba.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

HMK unterstützt kubanische Gemeinden

Das Interesse an Gott und damit der geistliche Hunger sind ungebrochen. Deshalb unterstützen wir Schulungsseminare für einheimische christliche Leiter und Pastoren und verhelfen in ganz Kuba 700 Gemeindegründern zu ihrem Dienst. Wenn Gemeinden seitens der Behörden unter Druck geraten und Versammlungen gestört oder sogar geschlossen werden, helfen wir den betroffenen Gemeinden durch Rechtshilfe, ihre durch die Verfassung garantierten Rechte durchzusetzen. Die Christen in Kuba erleben einen enormen geistlichen Aufbruch!

Wenn Ihnen die kubanischen Gemeinden ein Anliegen ist, lassen Sie uns Ihre Spende zukommen. Herzlichen Dank.

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