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Kambodscha: Betreuung schwangerer Frauen

Diese Frau und ihr Baby haben Hilfe am eigenen Leib erfahren. Foto: © HMK

Durch das christliche Gesundheitszentrum erhalten werdende Mütter medizinische Betreuung und Beratung.

hmk./September 2012 – In einem Vorort von Phnom Penh unterstützt die HMK ein christliches Gesundheitszentrum, in dem Frauen vor, während und nach der Geburt betreut werden. Dazu gehören die medizinische Betreuung, die gesundheitliche Beratung sowie die Verabreichung von Vitaminen und Nahrungsmitteln. Die Frauen knüpfen dabei oftmals wertvolle Kontakte mit dem Personal.
Bopha* ist 38 Jahre und hat diese Hilfe am eigenen Leib erfahren. Sie hat gesamthaft zehn Kinder zur Welt gebracht, drei davon starben kurz nach der Geburt. Ihre jüngste Tochter ist jetzt sieben Monate alt:
„Vor der Geburt meines letzten Kindes kam ich zu diesem christlichen Gesundheitszentrum, um mich untersuchen zu lassen. Das Kind brachte ich dann per Kaiserschnitt zur Welt. Wegen der Naht konnte ich einige Zeit nicht mehr arbeiten. Mein Mann hatte mich verlassen, als er merkte, dass ich wieder schwanger war. Seither habe ich die volle Verantwortung für meine sieben Kinder."

Kehrichtsammeln reicht kaum um zu überleben

„Wir suchen die wieder verwertbaren Materialien aus dem Kehricht heraus und sammeln sie. Was wir dafür erhalten, reicht jedoch kaum zum Überleben. Mein ältester Sohn macht mir grosse Sorgen. Er hilft mir überhaupt nicht. Ich bin froh, dass mich meine älteste Tochter unterstützt und zuhause nach dem Rechten schaut, wenn ich arbeite. Zwei meiner älteren Söhne helfen mir beim Kehrichtsammeln."


Genügend Milch dank Vitaminen
„Dank dem christlichen Zentrum haben ich und mein Baby überlebt. Die Menschen dort unterstützen mich, indem sie mir gesundheitlich helfen, mich beraten und einfach für mich da sind. Die Vitamine und die Nahrung helfen mir, dass ich genügend Milch habe, um mein Baby stillen zu können. Beim letzten Treffen haben wir viel über das Stillen gelernt. Für mich ist es ein Wunder, dass es Menschen gibt, die mir mit so viel Liebe helfen."
Weitere Projekte der HMK in Kambodscha sind die Finanzierung einer Studentenunterkunft – auch durch Pilzanbau vor Ort – sowie die schulische und materielle Unterstützung von Kindern. Wir tragen mit unseren Projekten dazu bei, die Armut der Bevölkerung aufgrund der Spätschäden des Kommunismus (Rote Khmer) zu lindern. Helfen Sie uns dabei? Dann lassen Sie uns Ihre Spende mit dem Vermerk „Hilfe für Kambodscha“ zukommen.


*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

 

 

Die Slumkinder von Phnom Penh

„Zerlumpt und barfuss suchten die Slumkinder den Müllberg ab, der übersät war mit zersplitterten Glasflaschen. Manchmal assen sie von den Essensresten am Boden, um ihre leeren, aufgeblähten Bäuche zu füllen“, erinnert sich Charia. Deshalb gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann das Zentrum „Joy of Cambodia“ („Freude von Kambodscha“). Heute erhalten dort 70 Slumkinder regelmässig warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung und Bildung.