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Iran: Lebenslänglich statt Galgentod

Azad, der wegen Drogendelikten im Gefängnis ist, wurde wegen Alkoholkonsums mit 80 Peitschenhieben bestraft. Im Gefängnis fand er zum Glauben an Jesus Christus.

hmk/ Mai 2016 - Anfang März 2016 wurde bekannt, dass in dem Gefängnis, in dem Azad* einsitzt (HMK berichtete über seine Situation in der verfolgt-Ausgabe August 2015) zukünftig keine Todesurteile für Drogendelikte mehr vollstreckt werden sollen. Anstelle der Todesstrafe soll den Verurteilten – und damit auch Azad – ein neues Urteil mit „lebenslänglich“ ausgehändigt werden. Diese „Geste“ zum iranischen Neujahrsfest (20. März 2016) – und vielleicht auch als Zeichen für Menschlichkeit gegenüber dem Westen gedacht – kam jedoch für etliche Zellengenossen Azads zu spät.

Im Sommer 2015 hatte Azad sein Todesurteil durch Erhängen ausgehändigt bekommen. Wegen Alkoholkonsums war er bereits vorher einmal mit 80 Peitschenhieben bestraft worden. Im Gefängnis fand er zum Glauben an Jesus Christus. Auch einer seiner Zellengenossen hatte vor seiner Exekution sein Leben Jesus Christus übergeben. Azad trägt im Gefängnis sichtbar ein Kreuz und konnte während seiner Gefangenschaft schon mit einigen seiner Zellengenossen über seinen jungen Glauben reden. Ein enger Freund, der durch ihn zum Glauben an Christus gefunden hatte, blieb bisher wie Azad vor dem Strick bewahrt. Danken Sie Gott, dass gerade auch in den Gefängnissen im Iran Menschen Seinen Frieden erfahren.

Quelle: Geschwister von Azad, die mit dem HMK-Netzwerk regelmässig in Kontakt sind.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.