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Iran: Christen nach den Wahlen

Der neue iranische Präsident, Hassan Rohani, weckt bei der christlichen Gemeinschaft im Land neue Hoffnungen.

fides/September 2013 – Der Sieg des gemässigten islamischen Geistlichen, Hassan Rohani, bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen lassen die Christen in der islamischen Republik hoffen. Trotzdem herrscht unter den Gläubigen auch eine gewisse Skepsis.


Zahlreiche Beobachter sehen im frisch gewählten iranischen Präsidenten Rohani den Sieg der Vernunft, der Mässigung und den Wunsch, den Extremismus zu überwinden. „Wird Rohani einen echten Wechsel herbeiführen? Die christlichen Minderheiten im Iran hoffen und beten für das Wohl der Bevölkerung. Für die Freilassung der Gewissens-Gefangenen, den Trost für die Opfer von politischer Gewalt, für eine Zukunft in Recht, Freiheit, Gleichheit und Wachstum des Iran“, so Open Doors. Christen im Iran würden oft mit der Anklage eingesperrt, „sie hätten die nationale Sicherheit bedroht“, nur weil sie sich zum Gebet in ihren Häusern treffen. Persische Christen werden als „Abtrünnige“ bezeichnet. Die Behörden gestatten den Christen nicht, ihre Gottesdienste auf Farsi abzuhalten. Der Iran steht auf dem Weltverfolgungsindex 2013 an achter Stelle. Auch Amnesty International hat an den Präsidenten appelliert und ihn gebeten, seine Wahlversprechen einzuhalten: vermehrte Beachtung der Menschenrechte im Iran.


Rohani hatte sich bereit gezeigt, eine „Bürgerrechts-Charta“ zu verabschieden, die die Gleichheit aller Bürger ungeachtet von Rasse, Religion und Geschlecht vorsieht. Sie soll zudem mehr Freiheit für die politischen Parteien und die Minderheiten sowie gerechte Prozesse, Versammlungsfreiheit und Rechtsschutz für alle garantieren.