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Iran: Christ aus Gefängnis entlassen

Mostafa Bordbar wurde während einer Weihnachtsfeier verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nun wurde er nach elf Monaten Haft freigelassen.

Am 3. November 2013 wurde Mostafa Bordbar, ein 27-jähriger iranischer Christ, der 2012 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aus dem berühmt berüchtigten Evin-Gefängnis entlassen!

 

wwm./Januar 2014 – Der 27-jährige Mostafa Bordbar wurde im Dezember 2012 während einer Weihnachtsfeier festgenommen. Ihm wurde Beteiligung an einer Organisation, die die nationale Sicherheit des Irans gefährdet” und „Teilnahme an Treffen mit der Absicht, Verbrechen gegen die iranische nationale Sicherheit zu begehen” vorgeworfen. Immer wieder sehen sich iranische Christen mit diesen unhaltbaren Vorwürfen konfrontiert. Im Juli 2013 wurde Mostafa deshalb zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Werden bald weitere Christen freigelassen?
Nun wurde Mostafa nach elf Monaten Freiheitsentzug aus dem berühmt berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran entlassen. Das Berufungsgericht hatte ihn am 30. Oktober 2013 von allen Anklagepunkten freigesprochen.

 

Wir hoffen und beten, dass neben Mostafa weitere zu Unrecht verhaftete iranische Christen freikommen. Mindestens 300 Christen wurden in den letzten drei Jahren im Iran festgenommen. Viele dieser Christen wurden verhaftet, weil sie an einem Treffen von „Hauskirchen” teilnahmen – Gebetstreffen im kleinen Rahmen. Doch Artikel 26 der iranischen Verfassung gibt religiösen Minderheiten, darunter auch den Christen, das Recht auf Versammlungsfreiheit.

 

Letzte Woche berichteten iranische Medien, dass weitere 1'241 Gefangene freigelassen werden könnten. Doch bisher war das nur bei wenigen der Fall, und die hatten die Haftstrafe fast schon abgesessen, so Tiffany Barrans, internationale Direktorin für Recht am Amerikanischen Zentrum für Recht und Justiz.

Mehrere Hundert Christen wurden in den letzten Jahren im Iran festgenommen.

Aufforderung an Präsident Rohani

Vor Kurzem forderte Attieh Fard, eine iranische Anwältin, am Treffen des UNO Menschenrechtsrats den iranischen Präsidenten Hassan Rohani auf, seine Versprechen zur Besserung der Situation der Minderheiten im Iran einzulösen und forderte dabei die Freilassung von 42 Christen, die zurzeit im Iran im Gefängnis sitzen:
„Es ist offensichtlich, dass die islamische Regierung des Iran Massnahmen ergreift, um Christen und christliche Gemeinschaften, Kirchen, christliche Literatur und das Christentum zu unterdrücken. Dies trotz der bestehenden verfassungsrechtlichen nationalen und internationalen Rechte”, sagte Fard dem UNO Menschenrechtsrat. „Nun hat Iran Zusicherungen gemacht, seine internationalen Verpflichtungen wahrzunehmen. In der Tat wäre es höchste Zeit, dass der Iran die verfassungsmässigen Rechte schützt.”

Beten Sie!
Beten Sie, dass der Druck auf iranische Christen bald nachlässt und die iranischen Behörden den Christen ihre gemäss Verfassung garantierten Rechte endlich zugestehen! Beten Sie, dass in den nächsten Tagen und Wochen weitere Christen aus dem Gefängnis entlassen werden!