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Iran: Acht Jahre Gefängnis für Pastor Abedini

Der iranisch-amerikanische Pastor Saeed Abedini.

Der iranisch-amerikanische Pastor Saeed Abedini wurde im Januar 2013 zu acht Jahren Haft im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran verurteilt. Grund für die Verurteilung war die angebliche Bedrohung der nationalen Sicherheit durch die Gründung von Hausgemeinden.

 

mst.idea/April 2013 – Richter Pir-Abassi, Zweigstellenverantwortlicher 26 des iranischen Revolutionsgerichts, verurteilte den 32-jährigen Pastor. Für die Verurteilung an diesem Gericht ist normalerweise die Zustimmung des obersten Führers Ayatollah Khamenei erforderlich. „Dies ist eine echte Farce – eine Verhöhnung der Gerechtigkeit”, sagte Jordan Sekulow, Direktor des US-amerikanischen Zentrums für Recht und Gerechtigkeit (ACLJ), das Abedinis Frau und Kinder in den Vereinigten Staaten unterstützt.

 

Hausgemeinden mit mehr als 2'000 Mitgliedern

Abedini war ursprünglich ein radikaler Muslim. Im Alter von 20 Jahren liess er sich zum Selbstmordattentäter ausbilden. In dieser Zeit bekam er Kontakt zu Christen und entschied sich, den Glauben an Jesus anzunehmen. Er gründete Hausgemeinden, die sich meist im Geheimen versammeln.Seine Bewegung soll in 30 Orten mehr als 2'000 ehemalige Muslime als Mitglieder haben. Im Jahr 2005 wanderte er in die USA aus und erhielt die dortige Staatsbürgerschaft. Er machte eine theologische Ausbildung und wurde Pastor der Calvary Chapel Gemeinde in Boise (US-Staat Idaho). Er ist mit einer Iranerin verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2009 besuchte er jährlich seine Angehörigen im Iran, von denen etliche ebenfalls Christen wurden. Ausserdem unterstützte Abedini den Bau eines Waisenhauses im Iran.

Hausarrest seit Juli 2012

Im Juli 2012 reiste Abedini erneut in den Iran, um sich nach dem Stand der Pläne zu erkundigen. Nahe der türkischen Grenze zogen ihn die Revolutionsgarden aus einem Bus, beschlagnahmten seinen Pass und stellten ihn unter Hausarrest. Am 26. September 2012 wurde er dann verhaftet und sein Geld konfisziert. Im Gefängnis, wo Abedini gefoltert wurde, versuchten mehrere islamische Geistliche, ihn von seinem Glauben an Jesus abzubringen.